15. April 2002

Tagesübersicht

18.00 Uhr: Huun-Huur-Tu
20.30 Uhr: Henri & Sebastien Texier, Tony Rabeson

Theater im Haus der Kunst • 18 Uhr
 
Huun-Huur-Tu (GUS)
Kaigal-ool Khovalyg, voc, Igil
Anatoli Kuular, voc, Byzaanchi, Khomuz
Sayan Bapa, voc, git
Alexei Saryglar, voc, Tuyug, Tungur
BR Alpha sendet den TV-Konzertmitschnitt am 23. März 2003, 21:30 Uhr
 

Huun-Huur-TuHuun-Huur-Tu sind zwar nur zu viert, aber mit Unter- und Ober-Tönen erzeugen sie einen ganzen Kosmos voller mythischer Töne. Traditionelle Gesangstechniken ihrer zentralasiatischen Heimat machen es möglich.
Huun-Huur-Tu stammen aus Tuwa, einer abgeschiedenen Republik zwischen Süd-Sibirien und der chinesischen Mongolei. Nur Himmel, Wind und Wasser haben dort über Jahrtausende die Landschaft geprägt - und die Musik.
Huun-Huur-Tu ist tuwinisch und bedeutet soviel wie Sonnen-Propeller: Ein Bild für die Licht-Strahlen, die der Zentralkörper unseres Planetensystems bei Sonnenauf- und Untergang aussendet. Die vier Musiker verstehen die Licht-Brechungen, die die Strahlen erzeugen, als Analogie zur Brechung der Klänge, wie sie beim Kehlkopf- und Obertongesang entsteht.

Die vier Virtuosen von Huun-Huur-Tu, die sich auf traditionellen Instrumenten der mongolischen Hirtenkultur begleiten, waren u. a. für Frank Zappa, Johnny ‚Guitar' Watson, Ry Cooder und das Kronos Quartet tätig. Ihre mystische Gesangskunst ruft weltweit Begeisterung hervor.

 
 
Theater im Haus der Kunst • 20.30 Uhr
 
Henri & Sebastien Texier Trio (F)
Sébastien Texier, cl, sax
Henri Texier, bass
Tony Rabeson, dr
BR Alpha sendet den TV-Konzertmitschnitt am 06. April 2003, 21:45 Uhr
 
Henri TexierHenri Texier, geboren 1945 in Paris, weiß, daß Töne nicht einfach nur Töne sind, daß Musik Statements transportiert. Der Mann, der in den Sechziger Jahren mit Exil-Amerikanern wie Bud Powell, Don Cherry und Johnny Griffin spielte, verortet seine künstlerischen Projekte deshalb gezielt in unmißverständlichen, sozialen Kontexten, an den Bruch-Rändern der Gesellschaft, bei den Unterdrückten, Verachteten und Marginalisierten. Eines seiner älteren Programme nannte er beispielsweise ‚An Indian's Week'.
Sein neues Set heißt ‚Remparts D'Argile' - Musik zu einem Dokumentarfilm über das Leben und die Kultur der Berber, den der Regisseur Jean-Louis Bertucelli 1970 gedreht hat. Fast 30 Jahre nach Uraufführung der Dokumentation hat Texier nun einen zusätzlichen Live-Soundtrack geschaffen: Aufwühlende, emotionale Musik, die Motive der maghrebinischen Folklore aufgreift - naturgemäß funktioniert so etwas auch ohne Film.
Neben dem Kontrabaß-Virtuosen ist sein Sohn Sébastien am Alt-Saxophon und an den Klarinetten zu hören. Dritter im Bunde ist der Schlagzeuger Tony Rabeson, auch er ein leidenschaftlicher Spieler.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Institut francais de Munich
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