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jazzlines 2009 München

Editorial

 

Musik ist, was du selbst erfahren hast,
was du selbst denkst, und was nur du
weißt.
Wenn du es nicht lebst, kommt es dir
nicht aus deinem Horn.Sie wollen dir
weismachen, das Reich der Musik sei
von einer Grenze umgeben, aber
Menschenskind, die Kunst hat keine
Grenze.
Charlie Parker

Kaum ein Genre der zeitgenössischen Musik ist so spannend und beinhaltet so viele Facetten wie der Jazz - und so viele Möglichkeiten zum Missverständnis:
Jazz ist in keiner Weise mehr ein fester Stilbegriff und auch mit dem Hilfskonstrukt „improvisierte Musik“ wird man ihm kaum gerecht.
Wir wollen zeitgenössischen Jazz bei diesem Festival zeigen, der sich vor allem durch die Offenheit der künstlerischen Mittel auszeichnet, ohne Berücksichtigung konventionellen Spartendenkens. „Jazz“ war nie, das Bewährte zu bieten und so vermeiden wir
Retro – Tendenzen und Gefälligkeitsproduktionen. Der Kern des Festivals bleibt bei aller Offenheit der Blick ins Herz des Jazz, der die Improvisation als treibendes Element dieser Musik offenbart.
Ausgehend von dieser Vorgabe haben wir Künstler eingeladen, die als Randgänger die Bereiche erkunden, an denen sich Berührungspunkte zu jazzferner Musik, Literatur und Film festmachen lassen. Sie stellen Perspektiven zugunsten der Annäherung an Unerhörtes oder Unerlebtes, in Frage, setzen sich mit ihren aktuellen Arbeiten der Diskussion aus und ermöglichen dem Publikum neue Begegnungen und Anregungen.
Durch das Programm des Festivals ziehen sich im Wesentlichen thematische Stränge, die sich manchmal überschneiden, parallel laufen oder unerwartete Querverbindungen knüpfen:
Die menschliche Stimme und das Wort in der Musik vom Obertongesang und Stimmexperimenten bis zur reinen Rezitation, die künstlerische Umsetzung von „Heimat“, die Präsentation von Komponisten, die mit ihren Arbeiten Zeichen gesetzt haben und mit verschieden Projekten ihre musikalischen Facetten zur Diskussion stellen und Entwicklungen zeigen. Und last but not least haben wir ECM, dem in München beheimateten und vielfach ausgezeichneten Label einen Thementag zum 40. Geburtstag gewidmet.
Wir sind stolz, daß es uns gelungen ist mit Hilfe vieler engagierter Freunde, Enthusiasten und Mitstreiter nach sieben Jahren wieder ein Festival zu realisieren: Dies ist nicht selbstverständlich in schwierigen Zeiten, in denen das Verständnis für Kultur und die entsprechenden Budgets zuerst schrumpfen bzw. nicht mehr existent sind. Umso mehr bedanken wir uns bei unseren Helfern und den beteiligten Institutionen, hinter denen doch immer Menschen mit großer Offenheit und Toleranz stehen.
Jazz ist eine Sprache mit vielen Dialekten und großen Wandlungsmöglichkeiten. Aber Jazz ist zuallererst ein Zeichen für die Lebendigkeit des Austauschs und so will das Festival die vielen Facetten, Spielpraktiken und ästhetischen Innovationsbestrebungen zeigen, die das ausmachen, was man heute vielleicht als Jazz bezeichnen kann.
Es gibt viel zu entdecken, zu hören und zu sehen. Wir freuen uns auf Sie!


Annelie Knoblauch, Kurator
Josef Dachsel, Kulturkontor e.V.

 

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JAZZ LINES 2009
München
22. - 29. März
Festival für neue und improvisierte Musik

Amerikahaus • Schwere Reiter • Residenz Theater • Marstall • Glyptothek

 

Sonntag, 22. März - Amerikahaus 20.30 Uhr
Michel Portal & Vincent Courtois - Voyages
Joachim Kühn, Daniel Humair, Tony Malaby
Full Contact

Montag, 23. März - Schwere Reiter 18 Uhr
„Heimatklänge“ - Der Film zum Festival
Montag, 23. März - Schwere Reiter 20.30 Uhr
elektra volksbad - Es wär einmal...
Huun Huur Tu - Mother Earth! Father Sky!

Dienstag, 24. März - Schwere Reiter 18 Uhr
„Heimatklänge“ - Der Film zum Festival
Dienstag, 24. März
- Schwere Reiter 20.30
Talking Horns - Born to be Horn
Ivo Papasov & his Wedding Band - Fairground

Mittwoch, 25. März - Glyptothek 18 Uhr
Otto Lechner & Arnaud Methivier - Arnotto
Mittwoch, 25. März
- Schwere Reiter 20.30 Uhr
Django Bates solo-piano - Autumn Fires
Sina & Stucky - Toluheischis Vorläbu

Donnerstag, 26. März - Marstall 18 Uhr
Christoph Reiserer & Quick Reaction Ensemble - flexible response
Donnerstag, 26. März - Marstall 20.30 Uhr
Vincent Courtois Quartet - What do you mean by silence ?
Louis Sclavis Quintet - Lost in the way

Freitag, 27. März - Marstall 18 Uhr
Christian Zehnder - Kraah
Freitag, 27. März - Allerheiligenhofkirche 20.30 Uhr
Briefwechsel Ingeborg Bachmann – Paul Celan
Herzzeit (Deutsche Erstaufführung)
Gelesen von Sophie von Kessel und Stefan Hunstein
Musik Gerhard Stäbler, Kunsu Shim
Gespielt vom ensemble trioLog München

Samstag, 28. März - Marstall 18 Uhr
Corin Curschellas & the recyclers - Die Spur der Steine
Eintritt 18.- / ermässigt 12.-
Samstag, 28. März - Residenz Theater 20.30 Uhr
Barbara Sukowa & X-Patsys, USA - Devouring Time
Nachtkonzert Marstall 23 Uhr
48nord mit...DJ Mutamassik

Sonntag, 29.3. - ECM Day at jazz lines - Marstall 11 Uhr
Charles/Grydeland/Wallumrød/Zach - Dans les arbres
Sonntag, 29.3. - Marstall Foyer 16 Uhr

Podiumsdiskussion - mit Manfred Eicher/ECM, Künstlern und Journalisten (Eintritt frei)
Sonntag, 29.3. - Marstall 18 Uhr
Garth Knox, solo - D’Amore
Sonntag, 29.3. - Marstall 20.30 Uhr
Norma Winstone/Glauco Venier/Klaus Gesing - Distances
Bobo Stenson Trio - Cantando

Nele Ströbel „raum-kunst-klänge"

Spielorte / Verkehrsanbindung

Impressum


Kartentelefon: 089 2185 1940
Karten Online: Staatstheater

Eintrittspreise
18 Uhr Schwere Reiter, Marstall, Glyptothek 18.-
20.30 Uhr Schwere Reiter, Marstall 25.-
Amerikahaus, Allerheiligen Hofkirche 35.-
Residenz Theater 35.- / 25.-
Schwere Reiter Film 5.- (nur Abendkasse)
Tageskarten 45.- / 35.- / 25.-

 

PRESSESTIMMEN 2009:

jazz lines: Viele Wege sind das Ziel
tz 24.3.2009

Christian Zehnder:
Ein Oberton-Jodler zaubert Weltmusik
„ Die ungewöhnlichen Stimmbandschwingungen durchsetzt er mit Jodlern, Rülpsern, Gurren, Krächzen und entwickelt dabei einen solch umwerfenden Charme, solchen Witz, solche Virtuosität, daß seine Zuhörer am Ende vor Begeisterung trampelten.“
Abendzeitung 30.3.2009

„Ein gemischtes Doppel, das nur einem Stil verpflichtet ist:
Louis Sclavis.“
tz 28.3.2009

Barbara Sukowa & X-Patsys:
Die struppige Braut hat Sex in der Stimme
„Das überraschendste Rock-Event der Saison.“
Abendzeitung 30.3.2009

Streifzug durch die Jahrzehnte
jazz lines: Vincent Courtois ujnd Louis Sclavis im Marstall
„- eine Musik, die unter der Oberfläche des Konzeptionellen brodelte.
So geht es auch!“
Süddeutsche Zeitung 31.3.2009

Erfreulicher Auftakt:
Michel Portal und ein ungewöhnlliches Trio bei jazz lines.
„Der umwerfende Austausch der beiden sorgte für großen Jubel.“
Abendzeitung 24.3.2009

Selbsterschaffene Welt:
Nele Ströbels Arbeiten beim jazz lines Festival
Süddeutsche Zeitung 20.3.2009
Ein Füllhorn voll Klang
Abendzeitung 20.3.2009

Musik ohne Grenzen
München bekommt ein spannendes Jazzfestival
tz 2.2.2009

jazz lines Festival:
Neue Heimat für den Jazz in München
Münchner Merkur 28.1.2009Rückkehr der Neuerer
Die jazz lines erstehen im März als Festival wieder
Süddeutsche Zeitung 28.1.2009

Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München:
„ Das Festival jazz lines schließt eine in München schon länger zu beobachtende Lücke im Spektrum dieser internationalen Musikstadt. Mit seiner Konzentration auf innovative und grenzüberschreitende Formen zwischen Jazz, Neuer und improvisierter Musik ergänzt das Festival die bestehenden ganzjährigen Jazzprogramme in München. Die internationale Prägung und hochkarätige Besetzung von jazz lines ist ein Zeichen des weiter wachsenden Engagements für den Jazz in München.“
Pressegespräch jazz lines Festival 27.1.2009

 

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Sonntag, 22. März, 20.30 Uhr
Amerikahaus

MICHEL PORTAL– VINCENT COURTOIS - Voyages

JOACHIM KÜHN – DANIEL HUMAIR – TONY MALABY - Full Contact

 

MICHEL PORTAL, CL
VINCENT COURTOIS, CELLO

Michel Portal und Vincent Courtois zählen zu den Poeten der zeit genössischen, improvisierten Musik. Bedingungsloser denn je stellen sie sich in den Dienst der Klangnuance und der Atmosphäre. Meister in der Kunst des Aufbrechens aller Kategorien, schöpfen sie in ihren Improvisationen aus allen Quellen, von Klassik bis zu Zeitgenössischer Musik, vom Orient über Amerika bis Afrika.
Michel Portal gilt heute als einer der bedeutenden französischen Musiker (nicht nur des Jazz). „Jazz bietet mir die einzige Möglichkeit, frei zu sein, zu schweben, zu träumen“ so Michel Portal.
Vincent Courtois bildete mit seinem im Jazzkontext kaum etablierten Instrument schon seit den 90er Jahren einen starken Impuls innerhalb der europäischen Szene.

JOACHIM KÜHN, P
TONY MALABY, SAX
DANIEL HUMAIR, DR
„Full Contact“ ist das neueste Projekt Joachim Kühns, das er mit Daniel Humair und Tony Malaby entwickelte, alle drei unbestritten Stars des zeitgenössischen Jazz.
Mit seinem Spiel, das sich über alle Kategorien hinwegsetzt, profilierte sich Joachim Kühn zu einem Musiker von Weltklasse. Bereits jetzt hat er im zeitgenössischen Jazz markante Spuren hinter lassen und neue Wege gewiesen. Daniel Humair tritt weltweit auf Jazzfestivals auf, wirkte an über zweihundert Alben mit und veröffentliche mehr als fünfzehn eigene Produktionen. Daneben betätigt er sich auch als Maler, seine abstrakten Gemälde finden sich in mehreren namhaften Sammlungen Europas. Er wirkte auch als Musiker in Filmen mit und komponierte Filmmusiken, z.B. für Une sale affaire (Eine schmutzige Affäre) und Les Conquistadores.

 

 

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Montag, 23. März, 18 Uhr
Schwere Reiter
Eintritt 5.- (nur an der Abendkasse)

HEIMATKLÄNGE - Der Film zum Festival

 

„HEIMATKLÄNGE“ VOM JUCHZEN UND ANDEREN GESÄNGEN
Der Film zum Festival
MIT ERIKA STUCKY, NOLDI ALDER, CHRISTIAN ZEHNDER, SINA, STIMMHORN, HUUN HUUR TU
Was hat Babygeschrei mit dem Echo eines Jodlers im Gebirge gemeinsam, was der Kopfton eines tuvinischen Nomaden mit der Bühnenshow eines Vokalartisten? Die Antwort lautet: DIE STIMME. Auf dem Hintergrund trutziger Alp- und moderner Stadtlandschaften dringt „heimatklänge“ in die wundersamen Stimmwelten von drei exzeptionellen Schweizer Stimm-Artisten ein. Ihr Klangkosmos reicht weit über das hinaus, was wir als Gesang bezeichnen würden. Die Musiker sind Teil eines zukunftweisenden Aufbruchs der alpenländischen Vokalkunst. In ihren experimentierfreudigen Auseinandersetzungen mit heimischen und fremden Traditionen wird die Bergwelt mit ihren mächtigen Naturschauspielen ebenso zur Bühne, wie die Landschaften und Geräuschkulissen der modernen Lebenswelten.
Director Stefan Schwietert
Cinematography Pio Corradi
Sound Dieter Meyer
Editing Stephan Krumbiegel, Calle Overweg
Sound Mix Jörg Höhne
Sound Design Oswald Schwander
Music Knut Jensen
Producers Cornelia Seitler, Brigitte Hofer
Co-producer Thomas Kufus
C.I.C.A.E. Preis, Forum der Berlinale 2007
Tagesspiegel Leserpreis, Berlinale 2007
Publikumspreis, Vision du Reel 2007
A maximage production in co-production with zero one film, Schweizer Fernsehen, Teleclub and Bayerischer Rundfunk, supported by Bundesamt für Kultur, Zürcher Filmstiftung, Medienboard Berlin-Brandenburg a.o.
Dauer 81 min
Christian Zehnder
„Was für mich als Musiker eminent wichtig ist, ist die Frage nach dem “woher komme ich”. Aus was schöpfe ich? Je weiter ich zurückgehen kann, je verwurzelter das ist, desto mehr Kraft kann das kriegen, desto stärker werde ich im künstlerischen Ausdruck.“
Erika Stucky
„Ich nehme an, der Mensch hat irgendwann mal Lust gehabt beim Reden, den Genuss noch zu verlängern… Wenn du anfängst, dein Herz auszubreiten, dann wird der Ton länger. Du wirst nicht knapper, wenn du Emotionen hast.

 

 

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Montag, 23. März, 20.30 Uhr
Schwere Reiter

ELEKTRA VOLKSBAD -Es wär einmal...

HUUN HUUR TU - Mother Earth! Father Sky!

 

ELEKTRA VOLKSBAD - Es wär einmal...
SABRINA KHALIL, GESANG
JAKOB HAAS, VIOLONCELLO
ADRIAN SIEBER, GITARRE
Das Musik- und Performanceprojekt „elektra volksbad“ ist ein Versuchslabor, ein Mikrokosmos, in dem zwei klassische Musiker und eine ausgebildete Schauspielerin/Sängerin sich erproben und gegenseitig herausfordern. Klassik, Pop, Jazz, Elektro, Schauspiel, Rock, Hip Hop oder Filmmusik bilden den reichen Hintergrund für einen originellen und intelligenten Pop-Sound, der es vermeidet, Klischees zu bedienen.


HUUN HUUR TU - Mother Earth! Father Sky!
KAIGAL-OOL KHOVALYG - VOICE, IGIL, DOSHPULUUR, CHANZ
SAYAN BAPA - VOICE, DOSHPULUUR, MARINHUUR, GUITA
ALEXEY SARYGLAR - VOICE, TUNGUR (DRUM), DAZHAANING KHAVY (RATTLE)
SHOLBAN SALCHAK - PERCUSSION INSTRUMENTS, IGIL
HUUN HUUR TU wurde 1992 gegründet, um sich auf die Präsentation von alten und vergessenen Liedern aus Tuva zu konzentrieren. Offiziell für Ausländer verboten, hat Tuva einen legendären Ruf bei einer Handvoll Menschen, die fasziniert waren von dem Phänomen des dort praktizierten Kehlkopfgesangs. Mittlerweile sind Huun Huur Tu international gefragt und anerkannt.

 

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Dienstag, 24. März, 18 Uhr
Schwere Reiter
Eintritt 5.- (nur an der Abendkasse)

HEIMATKLÄNGE - Der Film zum Festival

 

„HEIMATKLÄNGE“ VOM JUCHZEN UND ANDEREN GESÄNGEN
Der Film zum Festival
MIT ERIKA STUCKY, NOLDI ALDER, CHRISTIAN ZEHNDER, SINA, STIMMHORN, HUUN HUUR TU
Was hat Babygeschrei mit dem Echo eines Jodlers im Gebirge gemeinsam, was der Kopfton eines tuvinischen Nomaden mit der Bühnenshow eines Vokalartisten? Die Antwort lautet: DIE STIMME. Auf dem Hintergrund trutziger Alp- und moderner Stadtlandschaften dringt „heimatklänge“ in die wundersamen Stimmwelten von drei exzeptionellen Schweizer Stimm-Artisten ein. Ihr Klangkosmos reicht weit über das hinaus, was wir als Gesang bezeichnen würden. Die Musiker sind Teil eines zukunftweisenden Aufbruchs der alpenländischen Vokalkunst. In ihren experimentierfreudigen Auseinandersetzungen mit heimischen und fremden Traditionen wird die Bergwelt mit ihren mächtigen Naturschauspielen ebenso zur Bühne, wie die Landschaften und Geräuschkulissen der modernen Lebenswelten.
Director Stefan Schwietert
Cinematography Pio Corradi
Sound Dieter Meyer
Editing Stephan Krumbiegel, Calle Overweg
Sound Mix Jörg Höhne
Sound Design Oswald Schwander
Music Knut Jensen
Producers Cornelia Seitler, Brigitte Hofer
Co-producer Thomas Kufus
C.I.C.A.E. Preis, Forum der Berlinale 2007
Tagesspiegel Leserpreis, Berlinale 2007
Publikumspreis, Vision du Reel 2007
A maximage production in co-production with zero one film, Schweizer Fernsehen, Teleclub and Bayerischer Rundfunk, supported by Bundesamt für Kultur, Zürcher Filmstiftung, Medienboard Berlin-Brandenburg a.o.
Dauer 81 min
Christian Zehnder
„Was für mich als Musiker eminent wichtig ist, ist die Frage nach dem “woher komme ich”. Aus was schöpfe ich? Je weiter ich zurückgehen kann, je verwurzelter das ist, desto mehr Kraft kann das kriegen, desto stärker werde ich im künstlerischen Ausdruck.“
Erika Stucky
„Ich nehme an, der Mensch hat irgendwann mal Lust gehabt beim Reden, den Genuss noch zu verlängern… Wenn du anfängst, dein Herz auszubreiten, dann wird der Ton länger. Du wirst nicht knapper, wenn du Emotionen hast.

 

 

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Dienstag, 24. März, 20.30 Uhr
Schwere Reiter

TALKING HORNS - Born to be Horn

IVO PAPASOV & HIS WEDDING BAND - Fairground

 

Talking Horns
Achim Fink, tb
Andreas Gilgenberg, sax, cl, fl
Stephan Schulze, tb
Bernd Winterschladen, sax, cl
Zwei Blech- und zwei Holzbläser spielen stilübergreifende Musik, ohne elektronischen Schnickschnack, dafür aber mit ausgefeilten Arrangements und viel Improvisationsfreude. Die Kölner Kultband versteht es, musikalische Geschichten zu erzählen, die Raum für eigene Phantasien lassen.
„Der Hörer kann seinen Ohren nicht immer trauen und sollte sich einfach nur auf die schillernden Klangwelten der Talking Horns einlassen. Dann ist absoluter Hörgenuss garantiert.“ (Jazzpodium)

Ivo Papasov & his Wedding Band
Ivo Papasov, cl
Maria Karafizieva, voc
Matyo Dobrev, kaval
Ateshghan Yuseinov, g
Nesho Neshev, akk
Vasil Mitev, keyb., gadulka
Salif Ali, dr
Die bulgarische Klarinetten-Legende Ivo Papasov bringt nach zwölf Jahren endlich wieder ein fulminates Album auf den internationalen Markt. Und der "Aga", der "Meister", wie er nicht nur von seinen Landsleuten liebevoll genannt wird, hat nichts von seiner Leidenschaft, seiner einmaligen Virtuosität eingebüßt. Der Vater aller Hochzeitsbands und sein glänzend aufgelegtes Orchester zeigen auf "Fairground" einmal mehr die volle Bandbreite dessen, was sie können und was ihre Fans lieben. Folklore gepaart mit rhythmischem Beat, swingendem Jazz und rockigen Drumeinlagen: Diese Band kann alles spielen – und sie tut es!
Mit ungebrochener Leichtigkeit schafft es Ivo Papasov, mit seiner Balkanklarinette abwechselnd zärtliche, ausgelassene oder schier verrückte Tonfolgen zu spielen, denen man kaum folgen kann. Und die einen erstaunt fragen lassen, ob man wirklich nur einen Mann und ein einziges Instrument hört.

 

 

 

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Mittwoch, 25. März, 18 Uhr
Glyptothek

OTTO LECHNER & ARNAUD METHIVIER - Arnotto

 

Otto Lechner, acc
Arnaud Methivier, acc
Die beiden Akkordeonisten Otto Lechner und Arnaud Methivier zählen zum Besten, was die zeitgenössische Jazz-Szene zu bieten hat. Otto Lechner zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er die spielerischen Grenzen an seinem Akkordeon immer wieder neu definiert. Es ist stets verblüffend, welche neuen Klänge er seinem Instrument entlockt, und dadurch seinen Kompositionen eine zusätzliche Dimension verleiht. Der musikalische Fundus dessen sich der Wiener bedient, ist so vielfältig und facettenreich, dass es umso mehr verblüfft, mit welcher Leichtigkeit der Akkordeonspieler Wienerlied, Jazz, Walzer oder Blues in all ihren Spielarten zu vereinen vermag. Mit dem französischen Akkordeonisten Arnaud Méthivier hat der Otto Lechner wohl einen Seelenverwandten gefunden, der sich ähnlich wie er, im musikalischen Spannungsfeld zwischen Kammermusik, Jazz, ethnischer Musik und Avantgarde bewegt

 

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Mittwoch, 25. März, 20.30 Uhr
Schwere Reiter

DJANGO BATES - Autumn Fires

SINA & STUCKY - Toluheischis Vorläbu

 

Django Bates - Autumn Fires

Django Bates, solo-p
Die italienische Presse nennt ihn den “Monty Python des Jazz”, französiche Journalisten rühmen seine überbordende Vorstellungskraft und die Dänen zeichneten ihn 1997 mit dem Jazzpar Prize, dem so genannten „Nobelpreis des Jazz“ aus. Django Bates, ein Virtuose sowohl am Piano als auch am Althorn und geschätzt für seien gleichermaßen schrägen wie geistreichen Humor, überrascht immer wieder durch die Vielzahl seiner internationalen Projekte.
Django Bates Solo-Performance umfasst neben neuen Kompositionen auch die Musik seines Albums Autumn Fires, von Kritikern als „eine unvergessliche „Synthese von Virtuosität, subtilem Humor und wundervollem Intellekt“ beschrieben.


Sina & Stucky - Toluheischis Vorläbu
Erika Stucky, voice, akk, film
Sina, voice, film
Jan Gordon-Lennox, tuba
Sie haben beide grossen Erfolg mit dem, was sie machen: die Mundartsängerin Sina und die Jazzsängerin Erika Stucky – zwei Schwestern im Geiste, zwei Powerfrauen aus dem Wallis. Jetzt präsentieren sie ein Programm, das neue Wege geht: Toluheischis Vorläbu (übersetzt: des Tobelhansens Vorleben).
Im Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Projekte stehen selbstgedrehte Super-8- und Videofilme, die live vertont werden. Dazu Songs: witzig, abstrakt, surreal, schräg und aufregend. Das ist neu und spannend und verlangt von den Zuschauern immer wieder, sich überraschen und verzaubern zu lassen. Und lachen kann man, auch wenn dieses Lachen manchmal im Halse stecken bleibt. Die Konzerte von Sina & Stucky sind eine Mischung aus Popshow, Kabarett, Jazzabend und Trash-Event.

 

 

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Donnerstag, 26. März, 18 Uhr
Marstall

CHRISTOPH REISERER & QUICK REACTION ENSEMBLE
flexible response - Uraufführung

 

Christoph Reiserer & Quick Reaction Ensemble - flexible response
Christoph Reiserer, cl
Nikolaus Schlierf, viola
Mathis Mayr, cell
Ernst Surberg, Klavier
Komposition und Programmierung für vier Instrumente und Elektronik:
Christoph Reiserer
Christoph Reiserer befasst sich als Saxofonist und Komponist insbesondere mit neuen Spieltechniken und im allgemeinen mit allem, was den Entstehungsprozess von Musik an sich betrifft. Sein besonderes Interesse gilt der Improvisation und dem musikalischen Theater.
Flexible response geht musikalisch neue Wege. Die Komposition ist nicht starr notiert. Sie ist flexibel, abhängig von dem was gerade gespielt wird. Und doch basiert eine ihrer Ebenen ausschließlich auf notierter Musik - in Echtzeit auf Bildschirme projiziert. Diese rationale Ebene kann vom Publikum mitverfolgt werden, ist aber nicht maßgebender als die Ebene der Improvisation mit den freien Entscheidungen der Musiker. Es überlagern sich Strukturen verschiedener Bereiche, innerhalb derer Analogien zu erkennen sind: Kriegsstrategien und Zivilisationsmodelle, Computertechnik und traditionelle Instrumente, frei improvisierte Musik und abendländische Musiktradition.

 

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Donnerstag, 26. März, 20.30 Uhr
Marstall

VINCENT COURTOIS QUARTET - What do you mean by silence?

LOUIS SCLAVIS QUINTET - Lost in the way

 

Vincent Courtois Quartet - What do you mean by silence?
Vincent Courtois, violoncello
Jeanne Added, voice, violoncell
Yves Robert, tb
François Merville,dr
Als Antwort auf John Greaves Song „ The rest is silence", schuf Vincent Courtois „What do you mean by silence?“
Ursprünglich war das Projekt für ein Trio entwickelt worden, aber nachdem er die junge Sängerin Jeanne Added hörte, bezog er sie in das Programm mit ein: Ihre großen stimmlichen Möglichkeiten und ihre Auffassung von Improvisation passten hervorragend zu der Arbeit Vincent Courtois.
„What do you mean by silence“ vereint improvisierte Musik und Sprache auf besondere Art und Weise. Die Stimme Jeanne Addeds ist vielschichtig und überraschend, ein eigenes sehr farbiges Instrument. Die Sprechweise ist rhythmisch, aber weich und sehr musikalisch. Zusammen mit dem Violoncello Vincent Courtois ergibt sich eine wunderbar harmonische und geschlossene Spielweise.


Louis Sclavis Quintet - Lost in the way
Maxime Delpierre, g
Matthieu Metzger, sax
Olivier Lete, b
Francois Merville, dr
Louis Sclavis, cl, sax
„Lost in the way“ ist das neueste Projekt Louis Sclavis: Die Kompositionen des Stars der französischen Szene sind von einer verspielten, tänzerischen Leichtigkeit, er lässt die Lust am Experiment spüren. Sein neues Quintett sprüht Funken, groovt, tänzelt, überschwemmt den Hörer mit gewaltigen Energiewellen und virtuoser Kraft. Rockige Gitarren liefern den scharfkantigen Rahmen, sphärische Ambientklänge den vagen Raum, in dem seine Klarinette schwebt, kreischt, röhrt, mäandert oder gebetsmühlenartig zirkuliert. Für „L’ost in the way“ verlässt Sclavis bewusst die ihm vertrauten Pfade und improvisiert mit Musikern, die mit BeBop und FreeJazz ebenso vertraut sind, wie mit experimenteller Musik von Pierre Boulez’s Ensemble Intercontemporain bis hin zum Rock von Sonic Youth.

 

 

 

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Freitag, 27. März, 18 Uhr
Marstall

CHRISTIAN ZEHNDER - Kraah

 

Christian Zehnder, Obertongesang, Bandoneon, Bass
Michael Pfeuti Bass
Thomas Weiss, perc
Der Obertonkünstler Christian Zehnder entfaltet die Geografie einer ganz eigene kleinen Welt, die in sich so stimmig ist, als beschreibe er die Quintessenz einer Jahrtausende alten Tradition. „Es geht darum, die richtigen Zeichen zu setzen“, begründet Zehnder seinen Alleingang,. „Die alternative Volksmusik boomt, und doch erliegt auch sie dem Gesetz der Trägheit. Ich habe lange überlegt, wie es weitergehen soll und wo die logischen Konsequenzen dessen liegen, was ich seit Jahren tue. Irgendwie resultiert daraus mein eigener Blues.“
Kraah ist ein ebenso verträumtes wie urbanes Projekt, das ohne jede Sentimentalität und artifizielle Verspannung auskommt. Ein großer Stimmkünstler unserer Zeit entwirft nichts weniger als eine ideologiefreie Volksmusik der Zukunft.

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Freitag, 27. März, 20.30 Uhr
Allerheiligenhofkirche

"Herzzeit" Briefwechsel Ingeborg Bachmann – Paul Celan
gelesen von SOPHIE VON KESSEL und STEFAN HUNSTEIN

gespielt vom ENSEMBLE TRIOLOG München

 

Kunsu Shim (*1958) - in zwei Teilen für Ensemble (2000) / 1.Teil
Gerhard Stäbler (*1949) - Luftspiegelungen - Ein Spiel für Sieben (2009) für Ensemble (Deutsche Erstaufführung)
Trompete, Posaune, Violine, Violoncello, Percussion
und Klavier
Kunsu Shim - Du.Zeit für Ensemble (Uraufführung)
Kunsu Shim -in zwei teilen für Ensemble (2000) / 2.Teil

Die Liebesbeziehung Ingeborg Bachmanns und Paul Celans beginnt im Wien der Nachkriegszeit 1948. Der anschließende Briefwechsel dokumentiert bis 1961 eine dramatische Liebesgeschichte mit allem was dazu gehört, wie Verwicklungen, Dreiecksgeschichten, Höhenflüge und abrupte Abstürze.
Die beiden namhaften Schauspieler Sophie von Kessel und Stefan Hunstein vom Bayerischen Staatsschauspiel lesen aus der bewegenden Korrespondenz Ingeborg Bachmanns und Paul Celan, musikalisch umgesetzt wird das Projekt von Gerhard Stäbler und Kunsu Shim mit dem ensemble trioLog münchen (Förderpreisträger für Musik der Stadt München).
Gerhard Stäbler studierte Komposition bei Nicolaus A. Huber und Orgel bei Gerd Zacher in Detmold und Essen. Dem "Cornelius Cardew Memorial Prize" , den er 1982 erhielt, folgten eine lange Reihe von Auszeichnungen, Preisen, Kompositionsaufträgen und Stipendien, die Stäblers Biographie markieren.
Stäblers Musik verlässt oft den Rahmen des Konventionellen, indem er Elemente in seine Kompositionen einbezieht, die die herkömmliche Aufführungssituation (und damit die herkömmliche Publikumserwartung) durchbrechen, sei es durch Gesten oder Bewegungen im Raum, sei es mittels Licht- und Duftgestaltung oder aktives Einbeziehen des Publikums: Immer kommt es ihm darauf an, die Phantasie anzuregen, Ohren und andere Sinne für neue, unerwartete Wahrnehmungs- und Denkmuster zu sensibilisieren.
Kunsu Shim studierte an der Yonsei Universität in Seoul Komposition von 1979-83, u. a. bei Inyong La. 1985 kam Kunsu Shim nach Deutschland, 1987-88 studierte er in Stuttgart Komposition bei Helmut Lachenmann. Anfangs der 90-er Jahre lernte er Gerhard Stäbler kennen, mit dem er heute lebt und zusammenarbeitet.

ensemble trioLog münchen:

Frank Bloedhorn, Trompete
Hansjörg Profanter, Posaune
Peter Sheppard Skaerved, Violine
Rupert Buchner, Violoncello
Stefan Blum, Percussion
Thomas Hastreiter, Percussion
Jan Philip Schulze, Klavier

Live-Mitschnitt von Bayern 2.
Sendung am Do. 2. April 2009 um 20.30 Uhr auf Bayern 2.

 

 

 

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Samstag, 28. März, 18 Uhr
Marstall

CORIN CURSCHELLAS & THE RECYCLERS - Die Spur der Steine

 

Corin Curschellas, voice
Benoit Delbecq, keyb.
Christoph „disco“ Minck, b
Steve Argüelles, perc
Corin Curschellas ist eine singuläre Erscheinung in der Schweizer Musikszene. Auf ihrer Reise durch alle Zeiten und Stile der modernen Musik hat sie sich eine eigene Welt erschaffen. Die Bündner Sängerin, Musikerin, Komponistin, Texterin und Schauspielerin ist kosmopolitisch, selbstironisch und vielschichtig.
Corin Curschellas schreibt Songs in den Bereichen Rock, Ur-Musik, Ethno, experimentelle Lieder, Jazz und freie Musik; sie spielt fünf Instrumente und singt in sechs Sprachen.
Und sie lässt sich seit vielen Jahren immer wieder auf die Sprache der Jazz- und Avantgarde-Größen ein, etwa dem Vienna Art Orchestra, aber allen voran der New Yorker Szene um Peter Scherer und Marc Ribot.

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Samstag, 28. März, 20.30 Uhr
Residenz Theater

BARBARA SUKOWA & X-PATSYS, USA - Devouring Time

 

Barbara Sukowa, vocals
Robert Longo, e-gitarre
Knox Chandler e-gitarre
Jon Kessler, e-gitarre
Anthony Coleman, keyboards
Anton Fier, dr
Sean Conly, e-bass
Das verspricht ein Abend mit Kult-Potential zu werden: Barbara Sukowa und Robert Longo gestalten ihren Auftritt als Reise in die Nacht in Lied und Wort unter dem Motto
Devouring Time – Alles verschlingende Zeit.
Barbara Suckowa singt, sie wütet, sie rezitiert, ist mal poetisch leise, mal düster und zornig; Sie präsentiert mit ihrer Band, den X-Patsys, ein überraschendes Programm: Andreas Gryphius trifft auf Johnny Cash, Schumann wird mit Muddy Waters gemixt und Patsy Cline ganz neu interpretiert. Das "menschliche Elende" kennt unzählige Regungen und Sehnsüchte. Barbara Sukowa fängt sie in kraftvollen, oft unerwarteten Mischungen ein und spannt sie zu einem kaleidoskopischen Abend zusammen.
Sukowa lebt seit 20 Jahren in New York und wurde hierzulande als Theaterschauspielerin bekannt. Später avancierte sie unter Fassbinder und anderen zum Star des Autorenkinos. Die Band "X-Patsys" gründete sie vor über zehn Jahren. Dazu gehören neben der Schauspielerin, die längst auch als Sängerin zu bezeichnen ist, die beiden Multimediakünstler Robert Longo und John Kessler.

Live-Mitschnitt von Bayern 2.

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Samstag, 28. März, 23 Uhr - Nachtkonzert
Marstall

Programmänderung

48nord mit...DJ Mutamassik

 

Ulrich Müller, e-git, live-electronic
Siegfried Rössert, bass, live-electronic
Mutamassik, turntables

Die Musik des international renommierten Duos 48nord
(Ulrich Müller, E-Gitarre, Live-Elektronik und Siegfried
Rössert (E- und Kontrabass, Live-Elektronik) ist geprägt
vom konsequenten Ausloten des Spannungsfeldes
zwischen Improvisation und Komposition. Kommunikation
und Spontanität formt die Musik wesentlich durch
die ad hoc Verbindung und Variation von komponiertem
Material. Die klingenden Ergebnisse sind dabei stets
von großer Klangsinnlichkeit, ohne dass Raues und
Sperriges allzu gefügig gemacht würde. Dabei trifft
"neue Technologie auf virtuoses instrumentalspiel"
(Neue Musik Zeitung, nmz). Charakteristisch für den
Sound von 48nord ist auch die musikalische Herkunft
der beiden Künstler von der Rockmusik und der Neuen Musik.
DJ MUTAMASSIK (bedeutet auf arabisch Bollwerk, Zähigkeit) ist Produzentin und DJ und
auf Sa'aidi Hardcore & Baladi Breakbeats spezialisiert: Ägyptische und Afro-orientalische Wurzeln
verbinden sich mit Hip-Hop und dem Bass und den Synkopen von hardstep. Pan-amerikanische Einwanderer
sind die Klangquellen ihrer unbarmherzigen Rhythmen. In ihrer Zusammenarbeit u.a. mit
George Lewis oder Elliot Sharp zeigt sich die Vielseitigkeit ihrer Musik.
Seit den gemeinsamen Konzerten mit George Lewis im George Lewis Octet u.a. beim SWR NewJazz
Meeting 2004 und der daraus entstandenen CD Sequel(Intakt Records, 2004) stehen 48nord und DJ
Mutamassik im musikalischen Dialog und Austausch.

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Sonntag, 29. März, 11 Uhr - ECM day at jazzlines
Marstall

CHARLES / GRYDELAND /WALLUMRØD / ZACH - Dans les arbres

 

Xavier Charles, cl, harmonica
Ivar Grydeland, g, banjo
Christian Wallumrød, p
Ingar Zach, perc, dr
Vers une musique informelle: Die kollektiven Improvisationen des norwegisch-französischen Quartetts Dans les arbres belauschen Entstehung, Verschmelzung wie Verwandlung feinster Klänge und Timbres. Dem Hörer vermitteln sie dabei Erfahrungen von fast körperlicher Intensität. „Wo der konventionelle Jazz seine Energien aus der Expressivität der Solisten gewinnt, ist es hier die minimalistische Interaktion zwischen wachen und gleichberechtigten Individuen. Wenn Xavier Charles einen Ton seiner Klarinette als Orgelpunkt unter das Wechselspiel der Band legt, wenn der Gitarrist Ivar Grydeland die Klänge seines präparierten Banjos tanzen lässt, wenn Christian Wallumrød in den Innereien seines Flügels geisterhafte Harmonien findet oder Ingar Zach mit seinen Perkussionsinstrumenten wahre Klangfilme schafft, dann baut die Musik dieses Quartetts Brücken zwischen verschiedenen Kontinenten.“
(Stefan Hentz, Neue Zürcher Zeitung)

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Sonntag, 29. März, 16 Uhr - ECM day at jazzlines
Marstall Foyer
(Eintritt frei)

Podiumsdiskussion mit MANFRED EICHER / ECM, Musikern und Journalisten

 

Manfred Eicher, Gründer und Leiter des Münchner Labels ECM, spricht über die Arbeit des Recording Producers vor, während und nach den Studioterminen, über seine künstlerische Zielsetzungen und über ästhetische Entwicklungen im Laufe von 40 Jahren unabhängiger Schallplattenproduktion im Bereich des Jazz und der klassischen Musik.

 

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Sonntag, 29. März, 18 Uhr - ECM day at jazzlines
Marstall

GARTH KNOX, solo - D’Amore

 

Garth Knox, viola d’amore
Garth Knox, einst Bratscher des Arditti Quartetts und einer der herausragenden Interpreten zeitgenössischer Musik, huldigt dem magischen Streichinstrument der Barockzeit. „Was immer auf den gewöhnlichen Saiten gespielt wird, hinterlässt akustische Spuren auf den Resonanzsaiten – nicht als einfaches Echo, sondern wie eine harmonisch kodierte Erinnerung“, sagt Knox über die Viola d’Amore, deren frappierende Möglichkeiten er in einem denkbar breiten Repertoire ausschöpft. „Von Klaus Hubers ‚Hommage an Luigi Nono’, darin die Resonanzsaiten in Mikrointervallen gestimmt werden, die die Klänge gleichsam verbiegen, zieht sich eine Gedankenverbindung zu den Klangmeditationen einer Pavane des Renaissance-Komponisten Tobias Hume. Und ‚Les Folies d’Espagne’ des Gambenvirtuosen Marin Marais werden reflektiert im ekstatischen rhythmischen Schwung keltischer Folklore“, bemerkte Martin Wilkening in der FAZ zur Aufnahme bei ECM.

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Sonntag, 29. März, 20:30 Uhr - ECM day at jazzlines
Marstall

NORMA WINSTONE / GLAUCO VENIER / KLAUS GESING - Distances

BOBO STENSON TRIO - Cantando

 

Norma Winstone/Glauco Venier/Klaus Gesing - Distances
Norma Winstone, voice
Glauco Venier, p
Klaus Gesing, cl, sax
So viel Zustimmung, wie sie „Distances“, die neue Aufnahme des Norma Winstone Trios, erfuhr, ist dann doch eher selten: „Anbetungswürdig“ urteilte Stereoplay, in Jazzthetik war die Rede von „ehrfürchtigem Staunen und Glücksgefühl“. Und Peter Rüedi besprach in der Zeit „ein großes kleines Gesamtkunstwerk, in dem sich Zurücknahme und Spiellust in einer altmodischen (oder eben neuen) Qualität finden.“ Im Trio Azimuth mit John Taylor und Kenny Wheeler nahm Norma Winstone bis Mitte der neunziger Jahre einige Alben auf, deren lineare Transparenz und minimalistische Pulsationen für viele Musiker stilbildend wirken sollten. Das Ensemble mit dem deutschen Bläser Klaus Gesing und dem Pianisten Glauco Venier aus dem Friaul macht liedhaft-lyrische, dabei aber nicht minder facettenreiche Musik: Cole Porter, Peter Gabriel, Satie und Coltrane liefern das Material, dazu kommen Eigenkompositionen aller drei Musiker.

Bobo Stenson Trio - Cantando
Bobo Stenson, p
Anders Jormin, db
Jon Fält, dr
Das viel gerühmte Trio, in dem seit einigen Jahren der quirlige Jan Fält an den Drums sitzt, ist eine Konstellation dreier absolut gleichrangiger, einander in Temperament und Fähigkeiten ideal ergänzender Individualisten. „Wenige Jazzgruppen heute sind in der Lage, eine so suggestive Atmosphäre zu schaffen wie die des Schwedischen Pianisten Bobo Stenson. Wenige beschwören – im Umgang mit einem von Ornette Coleman bis zu Alban Berg reichenden Material – so verschiedenartige Stimmungen herauf“, schrieb John Fordham im Guardian über das im vergangenen Herbst erschienene Album „Cantando“. Alessandro Topa pries in der FAZ die Fähigkeit, „einen auratischen Raum zu erzeugen“: Das Bobo Stenson Trio umspiele „so filigran und nuancenreich den freien melodischen Ideenstrom seines Pianisten, als gälte es, die Modulationen der Lichtverhältnisse einer Herbstlandschaft in Klang-Holografien zu konservieren.“

 

 

 

 

 

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NELE STRÖBEL „raum-kunst-klänge“

„Für Jazz Lines 2009 visualisiere ich die Klangräume der Protagonisten im Festival-Foyer des Marstall Theaters auf drei Ebenen:
Als filmische Erzählloops durch besondere Orte. Diese berichten von meinen Eindrücken und deren künstlerische Umsetzung real besuchter Orte wie das Teheran Museum of Contemporary Art, Die Altstadt von Damaskus, das Rumänische Dorf Uihey. Vernunden mit der Musik von Festivalkünstlern entstehen Erzählraume die im Café des Marstalls auf schwebende Raumformen projiziert werden.
Weiter sind an den Wänden Sprechstationen/ IN und Hörstationen/ OUT für Festivalinformationen und Klangproben montiert. Diese rundlichen Chassies aus Aluminiumguss sind von barocken Bühnenmodellen und Transistorradios inspiriert. Das Einspeisen von Anregungen und Kommentaren erfolgt über ein analoges Mikrophon. Aus dem entstandenen Material soll ein Klangteppich entstehen, der als Hör-CD publiziert wird. Die Technik ist in modellierten Formen integriert.
Im Luftraum visualisieren Sprachgirlanden Wortassoziationen, die zu Jazz Lines 2009 compilliert wurden.“
Nele Ströbel, Bildhauer: geboren in Stuttgart, 1984 Diplom, M. A. Bildhauerei Hochschule für Angewandte Kunst, Wien.
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen u.a.
Museum, Ulm. Rupertinum, Salzburg. Neue Sammlung / Pinakothek der Moderne, München. Diözesanmuseum, Regensburg.
Arbeiten in öffentlichen Gebäuden u.a. Essen, München, Würzburg, Wien.
Zahlreiche Ausstellungen, Publikationen und Kunstprojekte im In und Ausland.
Siehe auch: www.nele-stroebel.de
Nele Ströbel lebt und arbeitet in München.

Festival-Foyer im Marstall
Das Festival-Foyer im Marstall Theater ist vor, zwischen und nach den Konzerten als Treffpunkt für die Künstler, Journalisten und Besucher geöffnet. Neben der Installation von Nele Ströbel und einer Bar gibt es dort Informationen zum Festival, Begegnungen, CD, Videos etc.

 

 

 

 

 

 

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Spielorte / Verkehrsanbindung

 

Spielorte / Verkehrsanbindung
Amerikahaus, Karolinenplatz 3,
U2 Königsplatz, U4/5 Stachus, Tram 27 Karolinenplatz
Schwere Reiter, Dachauer Straße 114
Tram 12, 20, 21, Bus 53 Leonrodplatz
Marstall Theater, Marstallplatz
U 4/5 Odeonsplatz, Tram 19 Nationaltheater
Allerheiligen Hofkirche, Residenz (Rückseite)
U 4/5 Odeonsplatz, Tram 19 Nationaltheater
Residenz Theater, Max-Joseph-Platz
U 4/5 Odeonsplatz, Tram 19 Nationaltheater
Glyptothek
U2 Königsplatz

 

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Impressum

Veranstaltet von Kulturkontor e.V. in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk/Bayern2.
Staatsintendant Dieter Dorn
Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers
Künstlerisches Konzept Annelie Knoblauch
Gesamtleitung Josef Dachsel (Verantwortlich)
Öffentlichkeitsarbeit Gunnar Klattenhoff
Medienbetreuung Christiane Pfau PR
Künstlermanagement Uli Armbuster
Tontechnik Matthias Reisinger
Grafik Rainer Lienemann WIGEL
Fotos Thomas Dashuber, Artist Agencys
Festival Foyer Günter Georg Fleischmann

Karten an den Kassen der Bayerischen Staatstheater (Max-Joseph-Platz, Marstallplatz, Prinzregentenplatz, Gärtnerplatz), Marienplatz UG und Stachus 2.UG
Karten-Telefon 089 / 2185 1940
Online-Verkauf: Staatstheater

Programmänderungen vorbehalten.

Medienbetreuung: Pfau PR, Tel.: 089 / 48 920 970, mobil: 0173 / 947 99 35, Email: info@pfau-pr.de


www.jazzlines.de

Wir danken:

Margareta Alber
Jean-Philippe Arnould
Flore Baubion
Antje Baur
Friederike Blum
Kathryn Crockart
Annette Fiebelkorn
Uli Fild
Nina Gartz
Max Geishauser
Ralph Gluch
Günter Graml
Helga Hetzl
Herbert Hillig
Zoe Kurschmierz
Raimund Lammersdorf
Stephanie Ledosquet
Walter Maier
Markus Mayer
Gabriele Nellisen
Dimiter Panev
Marion Piras
Erika Schär
Hannelore Tschöpe
Christine Zurmeyer
Besonders danken wir Dieter Heß (Bayerischer Rundfunk), Heike Lies, Hagen Kling und Michael Wittner (Kulturreferat), Corina Zuber, Oliver Brunner und Dieter Oppitz (Bayerisches Staatsschauspiel), Karl Wallowsky (Schwere Reiter), Eva-Maria Prochazka (Glyptothek) für die engagierte Unterstützung und Franz Holzer für sein besonderes Engagement.

Webmaster: Uli Armbruster


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