Volkstheater 17 Uhr
Diskussion: Für eine Unabhängigkeit der Phantasie und des Denkens
mit Johan Simons, Beat Furrer, Carl Oesterheld, Nicolas Humbert, Christian Stückl, Andrian Kreye. Moderation Wilhelm Warning / Bayerischer Rundfunk. Live-Mitschnitt Bayern 2
Volkstheater 20.30 Uhr Doppelkonzert
Francesco Bearzatti Tinissima Quartet / I
Suite for Tina Modotti
Bill Frisell Quartet / USA
Disfarmer – Musical portraits from Heber Springs
Schwere Reiter 18 Uhr
Filmporträt Fred Frith / GB
Step across the Border

Ein Film von Nicolas Humbert und Werner Prenzel Music composed and performed by Fred Frith & friends
Eintritt 5 €, nur Abendkasse
Schwere Reiter 20.30 Uhr Doppelkonzert
elektra volksbad / D
Es wär’ einmal...
Henning Sieverts & Four Tenors / D
CD-Vorstellung

Schwere Reiter 18 Uhr
HDV Trio / A
– All In

Kulturpavillon Romanplatz 20 Uhr
Filmporträt Louis Sclavis
The story of a creation – A Film by Fabrice Rabenac
Eintritt 5 €, nur Abendkasse

Schwere Reiter 20.30 Uhr Doppelkonzert
Sachiko Hara Quintet / D
Les 1000 cris / F
Murmures
feat. Geraldine Keller, voc
CD-Vorstellung
Schwere Reiter 18 Uhr
Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern
Live-Hörspiel von Bozena Nemcová
mit Annette Paulmann, Lesung / Sachiko Hara, p /
Salewski, perc / Carl Oesterheld, perc
Live-Mitschnitt Bayern 2
Allerheiligenhofkirche Doppelkonzert 20.30 Uhr
Yitzhak Yedid Ensemble / ISRAEL
Since my soul loved
Ralph Towner & Paolo Fresu / USA – I
Chiaroscuro
Schwere Reiter 18 Uhr
„Die Bergkatze“
von Ernst Lubitsch (1921)
musikalisch interpretiert durch KOJ / CH
Giesinger Bahnhof 20 Uhr
Filmporträt Fred Frith / GB

Ein Film von Nicolas Humbert und Werner Prenzel Music composed and performed by Fred Frith & friends
Eintritt 5 €, nur Abendkasse
Allerheiligenhofkirche 20.30 Uhr
Münchener Kammerorchester Ltg. Beat Furrer
Solisten:
Thora Augestad, Hélène Fauchère,
Uli Fussenegger, Konstantin Ischenko, Lukas Schiske, Frank Gratkowski, Franz Hautzinger, Christian Lillinger
Glyptothek 18 Uhr
Bruno Chevillon / F
– Solo-Performance
Pier Paolo Pasolini: Ou la rage sublime
Muffathalle 20.30 Uhr Doppelkonzert
Bojan Z / F
– Solosession
Renaud Garcia–Fons Quintet / F
Die Abenteuer des Prinzen Achmed
Ein Scherenschnittfilm von Lotte Reiniger mit Live-Musik von Renaud Garcia-Fons
Schwere Reiter 18 Uhr
Gunter Hampel European Quartet / D
Transparent
Muffathalle 20.30 Uhr Doppelkonzert
Fred Frith / Louis Sclavis / Jean Pierre Drouet / GB- F
I dream of you, jumping
Kimmo Pohjonen & Juuso Hannukainen / FIN
Kluster
Ampere 11 Uhr
Thomas Bernhard / A
– Meine Preise
Musikalische Lesung mit Stefan Merki und Karl Ritter, g
Live-Mitschnitt Bayern 2

Muffathalle 18 Uhr
Das Kapital plays Hanns Eisler / DK - F - D
Ballads & Barricades
Muffathalle 20.30 Uhr Doppelkonzert
Django Bates Trio / GB
Beloved Bird
Trygve Seim Ensemble / N
feat. Tora Augestad, voc
Sangam

 

Vorverkauf Spielorte Impressum
Pressestimmen
Presse

 

jazzlines 2011 München

Grußwort

 

In einem legendären Jazz-Gedicht des englischen Schriftstellers Adrian Mitchell heißt es: „He breathed in air / He breathed out light / Charlie Parker was my delight.“ Poetisch-prägnanter ist selten eine Hymne auf das Saxofonspiel von Charlie Parker ausgefallen. Das Gedicht steht zudem für die Faszination, die der Jazz zum Beispiel auf die Literatur ausübt. Oder auch auf den Film – man denke etwa an den brillanten Kontrapunkt, den Miles Davis Trompetenklänge zu Louis Malles Kinofilm „Fahrstuhl zum Schafott“ setzen. Eigentlich ist es klar: Die Künste (und gerade die zeitgenössischen) befinden sich untereinander in regem Austausch. Dieser Allgemeinplatz prägt sich selten aus in einem allzu sauber nach Sparten sortierten Kulturbetrieb. Noch seltener begegnet man einem Musik-Festival, das musikalische Randgänge zum Programm erhebt und voller Neugierde und Offenheit untersucht, nach welchen Künsten das Herz des Jazz heute schlägt.

Die Literatur eines Thomas Bernhard, die Fotografien eines Michael Disfarmer, Filme von Ernst Lubitsch bis Pier Paolo Pasolini – so heißen einige der interdisziplinären Orientierungsmarken, entlang derer die Linien dieses Festivals verlaufen, das mit dem amerikanischen Gitarristen Bill Frisell, dem Free-Jazz-Pionier Gunther Hampel oder dem norwegischen Saxofonisten Trygve Seim einige der besten Musiker der internationalen Jazz-Szene präsentieren wird.

Die Kulturstiftung des Bundes ist sehr froh, das Festival für Neue und improvisierte Musik unterstützen zu können. Wir danken allen Förderern und Organisatoren dieser Veranstaltung, insbesondere den verantwortlichen Leitern vom Münchner Kulturkontor, Annelie Knoblauch und Josef Dachsel, die mit Mut und Eigensinn ein grandioses Jazz-Festival auf die Beine gestellt haben. Wir wünschen ihm, dass es weit über die Grenzen der bayrischen Hauptstadt hinweg ausstrahlen wird.

Hortensia Völckers
Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes


Hortensia Völckers
© Maria Ziegeböck

 

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SONNTAG 27. MÄRZ

Münchner Volkstheater / Foyer
17:00 Für eine Unabhängigkeit der Phantasie und des Denkens (Im gedruckten Programmheft ist irrtümlich eine falsche Anfangszeit angegeben)
Das Auge der Kunst und die Maske des Marktes – Ein Gespräch
In einem mit internationalen Teilnehmern besetzten Gespräch zu Beginn des Festivals wollen wir Rolle und Position von Kultur in unserer in vielfältiger Hinsicht schwierigen Zeit diskutieren. Es geht um ihre Verstrickung und Abhängigkeit von öffentlicher Patronage und geistiger Anpassung an die Märkte: „Für eine Unabhängigkeit der Phantasie und des Denkens“.
Mit Beat Furrer (Komponist)
Christian Stückl (Intendant Münchner Volkstheater)
Andrian Kreye (Süddeutsche Zeitung)
Carl Oesterheld (Musiker)
Johan Simons (Intendant Münchner Kammerspiele)
Nicolas Humbert (Filmemacher)
Moderation Wilhelm Warning (Bayerischer Rundfunk)
Eintritt frei / Live-Mitschnitt Bayern 2

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SONNTAG 27. MÄRZ

Münchner Volkstheater Doppelkonzert
20:30 Francesco Bearzatti Tinissima Quartet
Suite for Tina Modotti
Francesco Bearzatti, sax, cl
Giovanni Falzone, tp, effects
Danilo Gallo, b, g
Zeno de Rossi, drums, perc
Der italienische Saxophonist
Francesco Bearzatti zählt zu den Poeten der zeitgenössischen improvisierten Musik. Der Saxophonist wurde vor einigen Jahren durch seinen bejubelten Auftritt mit seiner Hommage an Sidney Bechet an der Seite Aldo Romanos entdeckt und wurde vielfach ausgezeichnet.
Nur wenige Leben haben so viele Mythen produziert wie Tina Modotti. Ihre Aktfotos sorgten für Skandale in den 1920ern und gehören heute zu den berühmtesten Porträts der Fotogeschichte. Angeblich war sie in Morde verwickelt, nahm am spanischen Bürgerkrieg teil, arbeitete als Agentin für Stalin und starb 1942 in Mexico an Gift oder Herzversagen mit 45 Jahren auf dem Heimweg von einer Party.
„Suite for Tina Mondotti“ thematisiert das Leben der großen Fotokünstlerin der zwanziger Jahre mit einer hinreißenden und virtuos präsentierten Vielschichtigkeit der musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten und Genres von Swing bis Flamenco, Free jazz oder auch einmal einem Trauermarsch.

 

Bill Frisell Quartet
Disfarmer – „Musical portraits from Heber Springs“
Bill Frisell, g
Greg Leisz, steel g
Jenny Scheinmann, viol
Viktor Krauss, b
Ein weiterer nahezu
zeitgleich arbeitender amerikanischer Fotokünstler wird von Bill Frisell vorgestellt, Michael Disfarmer, einer der großen Dokumentarfotografen der dreißiger und vierziger Jahre, der ein beeindruckendes Werk aus Schwarz-Weiß-Fotografien hinterließ.
Die Musik thematisiert die uramerikanischen Motive von Landarbeitern und dem Kleinstadtleben jener Zeit, die träge, schwüle Atmosphäre, die man mit dem Sommer im amerikanischen Mittelwesten assoziiert.
Mit Greg Leisz an der Steelguitar, der Geigerin Jenny Scheinman, und Viktor Krauss am Baß, werden vorwiegend Eigenkompositionen Bill Frisells in Szene gesetzt. Frisell selbst spielt alle elektrischen und akustischen Gitarren. Eingestreut sind zu dem Instrumentalversionen von Stücken von Hank Williams oder Arthur Crudup, dazu werden die Fotos von Michael Disfarmer gezeigt.
Bill Frisell gilt international als einer der individualistischsten und innovativsten Gitarristen und hat im Laufe seiner Karriere in den verschiedensten musikalischen Genres von Jazz über Pop und Filmmusik bis zur Neuen Musik gearbeitet.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Generalkonsulat der USA.


© Tina Modotti


Bill Frisell © Jimmy Katz


© Mike Disfarmer

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MONTAG 28. MÄRZ

Schwere Reiter
18:00 Filmporträt Fred Frith
Step across the border
Ein Film von Nicolas Humbert und Werner Prenzel – Music composed and performed by Fred Frith & friends
Eintritt 5 €, nur Abendkasse
Bei seinen Improvisationskonzerten
muss man sich in der Tat vom Gedanken einer einzigen narrativen Linie verabschieden: Der Hörer ist gefordert, den verschiedensten Sprechweisen, die gleichzeitig ablaufen, zuzuhören. „Hier wird dem Publikum“, erzählt Frith, „keine Struktur aufgezwängt. Vom Hörer wird lediglich verlangt, daß er dem, was er hört, seine eigene Ordnung auferlegt, daß er für sich selbst eine Ordnung ableitet.“ Für die Improvisation, die Begegnung mit dem Unerwarteten müsse man leer sein, sagt Frith. „Leer und erdverbunden, wie beim Tai Chi. Man versucht, alle Ideen und Pläne zu vergessen – dann kommen die Dinge auf einen zu und man beginnt, damit zu arbeiten. Neue Klang- und Spielmöglichkeiten zu finden, ist keine Suche nach dem Neuen, sondern vielmehr der Ruf nach einer Ausdrucksform, die wahr ist. Und um diese Wahrheit auszudrücken, muß sie aus dir selbst kommen – sonst imitierst du nur etwas.“
Sein 1990 erschienenes Album
„Step Across The Border“ wurde ursprünglich als Soundtrack zu dem gleichnamigen filmischen Porträt Fred Friths veröffentlicht. Mittlerweile aber hat dieses Album einen eigenen Stellenwert: als eine der vielseitigsten Gitarrenplatten des Jazz - und als ein Meilenstein der Moderne. Die Regisseure Nicolas Humbert und Werner Penzel begleiteten Frith auf seinen Reisen quer durch die Welt – immer auf der Suche nach Spielpartnern, nach neuen Klängen, neuen ästhetischen Impulsen. Der Film ist mehr als nur das äußerliche Porträt von Fred Frith, mehr als nur das psycho-akustische Bild eines Musikers. Er zeigt vielmehr eine von Klängen und Klangfarben besessene Persönlichkeit, die Instrumente jenseits des Gewohnten führt, jedes noch so alltägliche Geräusch auf seine Brauchbarkeit testet.
Die Musik des Fred Frith ist offen für die Klänge der Welt, so profan sie auch sein mögen. Er sucht nicht nur nach der musikalischen Qualität des Geräuschs, sondern vielmehr nach der Möglichkeit, das Geräusch in einem musikalischen Kontext von seinem bloßen Lärm-Charakter zu befreien. Das penetrante Piepen eines Weckers kann zum Taktgeber für einen Song werden, ein Sägegeräusch markiert einen flexiblen, unregelmäßigen Rhythmus, gegen den die Gitarre anspielt - und vielstimmiges Autohupen formt gleichsam ein Orchester. Er erkundet gleichsam das Zwielicht der Töne, löst das Rauhe ihrer Sprache ab und führt sie in ein neues Territorium über, das von der Pflicht zur Funktionalität entbunden ist; ein Ort, an dem sie jederzeit neu codierbar werden.
„Step Across The Border“ – diese kleine Gesamtschau der vielen Facetten Friths – zeigt am eindrücklichsten die stilistische Vielfalt, die zahllosen Wege und Winkelzüge des rastlosen Klang- und Formensuchers: von der Weiterführung des Art-Rock, wie er ihn in den siebziger Jahren mit der Gruppe Henry Cow erarbeitet hatte, über listige Klangcollagen und sarkastisch humorvollen Popminiaturen bis zu rigid strukturierter Musik. Der Film ist der beste Einstieg in eine facettenreiche Welt des Zufalls und der Ordnung.
Harry Lachner


Fred Frith © Heike Liss

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MONTAG 28. MÄRZ

Schwere Reiter Doppelkonzert
20:30 elektra volksbad
„Es wär’ einmal...“
Sabrina Khalil, Gesang
Jakob Haas, Violoncello
Adrian Sieber, Gitarre
Das Musik- und Performanceprojekt
„elektra volksbad“ ist ein Versuchslabor, ein Mikrokosmos, in dem zwei klassisch ausgebildete Musiker und eine ausgebildete Schauspielerin/Sängerin sich erproben und gegenseitig herausfordern.
Die Vorlieben und Erfahrungen der Musiker sind vielfältig: Klassik, Pop, Jazz, Elektro, Schauspiel, Rock, Hip Hop oder Filmmusik sind nur einige der Genres, die den reichen Hintergrund bilden für einen originellen und intelligenten Pop-Sound.
Die Texte, oft kryptisch verschlüsselt und sehr poetisch, sind dabei von grosser Bedeutung, findet doch ein spannungsreiches Zusammenspiel zwischen ihnen, den Beats, Soundflächen und Melodien statt. Dabei wird besonderen Wert auf die schauspielerische Ausdruckskraft der „Frontfrau“ gelegt.

Henning Sieverts & Four Tenors
Johannes Enders, sax, fl, cl
Hugo Siegmeth, sax, cl,
Jason Seizer, sax, cl
Till Martin, sax, cl
Henning Sieverts, bass, cello, comp
Christian Elsässer, p
Bastian Jütte, dr
Eine wahrliche Superband
macht ihre Aufwartung. Bassist Henning Sieverts hat sie zusammen gestellt: Ihm ist es tatsächlich gelungen, alle namhaften Saxophonisten der Münchner Jazz-Szene für dieses außergewöhnliche Projekt zu versammeln.
Sieverts ist nicht nur ein virtuoser Instrumentalist von überregionaler Bedeutung, mehr und mehr erweist er sich auch als äußerst geschickter Bandleader. Das letzte Album Blackbird seiner Gruppe Symmetry versammelte Klänge, Metren und Intervalle, die auch in der Tierwelt vorkommen. Für die Musiker bedeutete das höchste Konzentration und äußerste Disziplin, Reduktion auf’s Notwendigste.
Mit vier Kollegen am Saxophon, durch die Bank starke Persönlichkeiten, erinnert Sieverts an die Four Tenors der Woody Herman Bigband, den legendären Bläsersatz des Jazz-Orchesters der 1930er Jahre. Die Herren Enders, Martin, Seizer und Siegmeth hat man noch nie in einer Band gehört geschweige denn je gemeinsam auf einer Bühne gesehen. Ein spannendes Unterfangen, dem man bereits jetzt einen epochalen Status einräumen möchte.
Markus Mayer
CD-Vorstellung


electra volksbad

 

 

 

 

 

 


Henning Sieverts & Four Tenors

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DIENSTAG 29. MÄRZ

Schwere Reiter
18:00 HDV Trio
All In
David Helbock, p
Lucas Dietrich, b
Marc Vogel, dr
HDV meint diesmal
nicht High Definition Video. Tatsächlich handelt es sich hier um ein junges Klaviertrio aus Österreich: Drei talentierte Instrumentalisten, die als Aspiranten für die Oberliga des europäischen Jazz gehandelt werden.
Nach ihrem Erstlingswerk Celebrating Modern Genius haben Helbock, Dietrich und Vogel nachgelegt. In All In, ihrem neuen Programm verbeugen sich die Drei demütig vor Chick Corea, Thelonious Monk und Béla Bartók, Künstlergestalten der Moderne.
Feine Kammermusik wird hier zelebriert – Klavierjazz, der durch dichtes Ensemblespiel überzeugt, aber auch durch die solistischen Einzelleistungen der drei Protagonisten von HDV.
Markus Mayer
Gefördert durch das Österreichische Generalkonsulat München

 

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DIENSTAG 29. MÄRZ

Kulturpavillon Romanplatz
20:00 Filmporträt Louis Sclavis
„The story of a Creation“ – A film by Fabrice Radenac
Eintritt 5 €, nur Abendkasse
Der Film dokumentiert die Entstehung von „Lost on the way“, und ist gleichzeitig ei
n Porträt Louis Sclavis’, des großen französischen Künstlers. Der virtuose Louis Sclavis macht einmal mehr deutlich, weshalb er zu den stilbildenden Musikern auf der Klarinette und dem Sopransaxophon gezählt wird.
Der Regisseur Fabrice Radenac hat die Musiker bei ihrer Arbeit beobachtet und begleitet: Entstanden ist so ein subtiles einfühlsames Porträt, ein Einblick in Entstehung und Arbeitsweise.

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DIENSTAG 29. März

Schwere Reiter Doppelkonzert
20:30 Sachiko Hara Quintet
Sachiko Hara, p, harm
Zoro Babel, perc, akk
Salewski, perc, syn
Carl Oesterhelt, perc, harm
Mathis Mayr, cello, harm
Neue Musik kommt meist
ohne leicht erkennbare Rhythmik aus. Bei dem außergewöhnlichen Quintett um Mathis Mayr und Sachiko Hara dürfte das allerdings nicht der Fall sein. Der Münchner Cellist und die japanische Pianistin, bekannt von piano possibile, dem renommierten Ensemble für zeitgenössische Musik, sind zuständig für den melodischen wie harmonischen Rahmen. Der Rest wird erfüllt von bekannten Schlagwerkern der Neuen Musik - wie der avancierten Popszene:
Carl Oesterhelt trommelt für FSK, Münchens bekannteste Freestyle-Pop-Combo. Als Carlo Fashion spielt er mit Versatzstücken der sogenannten Ernsten Musik.
Zoro Babel, aus der freien Musikszene kommend, ist bereits bei den Musiktagen in Donaueschingen aufgetreten und hat mit den Söhnen von Karlheinz Stockhausen musiziert.
Salewski ist Münchner und trommelt seit Kindheitstagen. Er sorgt in diversen Bands und bei Theaterprojekten für exaktes Timing.
Markus Mayer

Les 1000 cris
Murmures
Geraldine Keller, voc
Francois Guell, sax, comp
Nicolas Arnoult, keyb, Akk, comp
Eric Hurpeau, g
Charles Davot, dr, perc
Jean-Luc Déat, b
Christophe Castel, sax
Michael Cuvillon, sax, fl
René Dagonet, tp
Jean Lucas, tb
Jazz muss nicht
immer nur bierernst sein. Improvisierte Musik darf ruhig Spaß machen. Für diese Haltung steht das Musiker-Kollektiv EMIL 13. Vor zwanzig Jahren haben die Komponisten Francois Guell und Nicolas Arnoult das Bündnis akustischer Freischärler angeregt. Zum leicht anarchischen Charakter der Großformation passt es, dass Sängerin Geraldine Keller klassisch ausgebildete Sopranistin ist.
Auch wenn Humor einen hohen Stellenwert besitzt für die Truppe aus Nancy, EMIL 13 sind gleichwohl für seriöse Kunst empfänglich: Mitglieder des Orchesters untermalen in verschiedenen Konstellationen Vernissagen, andere Kollektivisten betreuen die Herausgabe einer Zeitschrift.
Wieso soll ein elfköpfiges Orchester namens EMIL 13 nicht mal abheben dürfen? Die französische Presse erkannte in der Musik der Bigband bereits „Rauschgift für die Ohren“. Eine Entdeckung allemal!
Markus Mayer
In Zusammenarbeit mit Le collectif de musiciens Emil 13 / Nancy.
CD–Vorstellung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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MITTWOCH 30. März

Schwere Reiter
18:00 Live-Hörspiel
Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern
Text Bozena Nemcová
mit Annette Paulmann, Lesung
Sachiko Hara, p
Salewski, metallophon
Carl Oesterheld,
metallophon
Ein einzigartiges Dokument:
Bozena Nemcová, tschechische „Nationaldichterin“, die noch Kafka seinen Schwestern zu lesen empfahl, setzte sich 1861, erschöpft und auf den Tod krank, auf ihrer letzten Reise, die auch ein letzter Fluchtversuch aus einer zerrütteten Ehe war, eines Abends hin und entwirft in ihrer Not in drei Anläufen einen Brief, einen Hilferuf, an ihren letzten Verleger und Freund, der indessen seinen Adressaten nie erreichte.
Diese drei Briefentwürfe, 1920 unvollständig, 1995 erstmals vollständig publiziert, enthalten Sprünge, auch Lücken und ergeben dennoch ein schlüssiges, in sich geschlossenes Bild von der Position einer Künstlerin in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, die mit ihrem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Zeit weit voraus war und damit scheitern musste.
Das Projekt ist als Live-Hörspiel angelegt: Der Komponist Carl Oesterheld hat zu dem Projekt eine musikalische Sprache entwickelt, einen Klangraum, der die gelesene Literatur plastisch und fühlbar macht. Oesterheld pendelt zwischen Improvisation und zeitgenössischer Klassik, Klang und Sprache, Tanz und Musik.
Live-Mitschnitt Bayern 2

 
© LSD / Lenore Blievernicht

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MITTWOCH 30. März

Allerheiligenhofkirche Doppelkonzert
20:30 Yitzhak Yedid Ensemble
Since my soul loved
Yitzhak Yedid, p
Daniel Hoffmann, viol
Galia Hai, viola
Jonathan Gotlibovich, cello
Ora Boasson Horev, b
Yitzhak Yedid
wurde 1971 in Jerusalem als Kind syrisch-jüdischer Einwanderer geboren, studierte in den USA (u.a. bei Ran Blake), und kehrte danach nach Jerusalem zurück. Seit knapp zwei Jahren lebt er nun im australischen Brisbane, hält sich aber nach wie vor mehrmals jährlich in Jerusalem auf.
Schon als Kind war Yitzak von den Baschot–Gesängen in der Synagoge fasziniert. Seitdem lassen sich in seinen Arbeiten immer auch Anklänge an diese Traditionen finden.
Er studierte später die Werke von John Cage, Béla Bartok und György Kurtág und die Improvisationstechniken des Jazz: All dies macht ihn zu einem der vielseitigsten Künstler und Interpreten der Gegenwart. Yedids Kompositionen bewegen sich mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen klassischer Moderne, jüdischen ritualen Gesängen, arabischer Harmonik und Jazz. Keinem anderen zeitgenössischen Künstler gelingt die Kreuzung dieser Genres so überzeugend.
Die fünf Sätze seines jüngsten Werkes sind hoch komplexe Kompositionen, die von den Interpreten nicht nur höchste technische Fähigkeiten abrufen, sondern auch umfassende Kenntnisse in verschiedenen Genres bis hin zur Bereitschaft, Stimmungen und Bilder in freier Improvisation lebendig werden zu lassen.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft des Staates Israel

Ralph Towner / Paolo Fresu
Chiaroscuro
Ralph Towner, g
Paolo Fresu, tp, flh
Gelassen klingt die Musik
dieser beiden Meistermusiker, die sich nichts mehr beweisen müssen. Chiaroscuro nennen Ralph Towner und Paolo Fresu ihr Programm. Ein Terminus, der ursprünglich aus der Malerei stammt. Dort bezeichnet er die kunstvollen Hell-Dunkel-Abstufungen eines Lichtvirtuosen wie Caravaggio.
Towner, der siebzigjährige Gitarrenvirtuose aus den USA, und Fresu, der Wundertrompeter aus Sardinien, werden, davon ist auszugehen, dem Begriff eine neue, eine non-verbale Bedeutungsebene abringen. Schließlich haben wir es hier mit hochmusikalischen Wahlverwandten zu tun, mit obsessiven, außerordentlichen Klangzauberern.
Das Gros der ruhigen Kompositionen dieses Duos stammt aus der Feder von Towner, bis auf Blue In Green, den impressionistisch angehauchten Jazz-Klassiker von Miles Davis und Bill Evans. Towner und Fresu, das transatlantische Chiaroscuro-Duo: Mit Sicherheit ein Highlight des Festivals. Markus Mayer
Mit freundlicher Unterstützung durch das Generalkonsulat der USA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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DONNERSTAG 31. März

Schwere Reiter
18:00 „Die Bergkatze“
von Ernst Lubitsch (1921)
musikalisch interpretiert von Koj
Christoph Grab, cl
Christian Strässle, viol
Mathias, Gloor, p
Leo Bachmann, tuba
Claudio Puntin, cl
Drei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs
drehte Ernst Lubitsch „Die Bergkatze“. Neben der ätzenden Satire auf das Militär und einer furiosen Umkehr der Geschlechterrollen - die wunderbare Räubertochter Rischka, gespielt von Pola Negri, lehrt die Männer das Fürchten - zählt dieses Meisterwerk des frühen Weimarer Kinos eindeutig zu den vielschichtigsten Filmen Lubitschs.
2004 wurde der Stummfilm vom Schweizer Ensemble Koj vertont. Entstanden ist eine zartbittere, zuweilen auch deftig-ironische Musik: Lubitschs Bildsprache inspiriert zu Charakter- und Milieustudien. Die musikalischen Themen und Motive werden improvisierend verflochten und einander entgegengesetzt. Komposition und Improvisation verzahnen sich ebenso unmerklich wie raffiniert.
Als Gast ist Claudio Puntin zu hören, der ansonsten Mitglied des Orchesters des Bayrischen Rundfunks oder des Ensembles Modern ist und auch mit Fred Frith und Dave Liebman gearbeitet hat.

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DONNERSTAG 31. März

Giesinger Bahnhof
20:00 Filmporträt Fred Frith
Step across the border
Ein Film von Nicolas Humbert und Werner Prenzel – Music composed and performed by Fred Frith & friends
Eintritt 5 €, nur Abendkasse
Bei seinen Improvisationskonzerten
muss man sich in der Tat vom Gedanken einer einzigen narrativen Linie verabschieden: Der Hörer ist gefordert, den verschiedensten Sprechweisen, die gleichzeitig ablaufen, zuzuhören. „Hier wird dem Publikum“, erzählt Frith, „keine Struktur aufgezwängt. Vom Hörer wird lediglich verlangt, daß er dem, was er hört, seine eigene Ordnung auferlegt, daß er für sich selbst eine Ordnung ableitet.“ Für die Improvisation, die Begegnung mit dem Unerwarteten müsse man leer sein, sagt Frith. „Leer und erdverbunden, wie beim Tai Chi. Man versucht, alle Ideen und Pläne zu vergessen – dann kommen die Dinge auf einen zu und man beginnt, damit zu arbeiten. Neue Klang- und Spielmöglichkeiten zu finden, ist keine Suche nach dem Neuen, sondern vielmehr der Ruf nach einer Ausdrucksform, die wahr ist. Und um diese Wahrheit auszudrücken, muß sie aus dir selbst kommen – sonst imitierst du nur etwas.“
Sein 1990 erschienenes Album
„Step Across The Border“ wurde ursprünglich als Soundtrack zu dem gleichnamigen filmischen Porträt Fred Friths veröffentlicht. Mittlerweile aber hat dieses Album einen eigenen Stellenwert: als eine der vielseitigsten Gitarrenplatten des Jazz - und als ein Meilenstein der Moderne. Die Regisseure Nicolas Humbert und Werner Penzel begleiteten Frith auf seinen Reisen quer durch die Welt – immer auf der Suche nach Spielpartnern, nach neuen Klängen, neuen ästhetischen Impulsen. Der Film ist mehr als nur das äußerliche Porträt von Fred Frith, mehr als nur das psycho-akustische Bild eines Musikers. Er zeigt vielmehr eine von Klängen und Klangfarben besessene Persönlichkeit, die Instrumente jenseits des Gewohnten führt, jedes noch so alltägliche Geräusch auf seine Brauchbarkeit testet.
Die Musik des Fred Frith ist offen für die Klänge der Welt, so profan sie auch sein mögen. Er sucht nicht nur nach der musikalischen Qualität des Geräuschs, sondern vielmehr nach der Möglichkeit, das Geräusch in einem musikalischen Kontext von seinem bloßen Lärm-Charakter zu befreien. Das penetrante Piepen eines Weckers kann zum Taktgeber für einen Song werden, ein Sägegeräusch markiert einen flexiblen, unregelmäßigen Rhythmus, gegen den die Gitarre anspielt - und vielstimmiges Autohupen formt gleichsam ein Orchester. Er erkundet gleichsam das Zwielicht der Töne, löst das Rauhe ihrer Sprache ab und führt sie in ein neues Territorium über, das von der Pflicht zur Funktionalität entbunden ist; ein Ort, an dem sie jederzeit neu codierbar werden.
„Step Across The Border“ – diese kleine Gesamtschau der vielen Facetten Friths – zeigt am eindrücklichsten die stilistische Vielfalt, die zahllosen Wege und Winkelzüge des rastlosen Klang- und Formensuchers: von der Weiterführung des Art-Rock, wie er ihn in den siebziger Jahren mit der Gruppe Henry Cow erarbeitet hatte, über listige Klangcollagen und sarkastisch humorvollen Popminiaturen bis zu rigid strukturierter Musik. Der Film ist der beste Einstieg in eine facettenreiche Welt des Zufalls und der Ordnung.
Harry Lachner

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DONNERSTAG 31. März

Allerheiligenhofkirche
20:30 Münchener Kammerorchester
Leitung Beat Furrer
Die Solisten:
Thora Augestad, sopran
Hélène Fauchère, sopran
Uli Fussenegger, Kontrabass
Konstantoin Ischenko, Akkordeon
Lukas Schiske, Schlagwerk
Frank Gratkowski, sax, cl
Franz Hautzinger, tp
Christian Lillinger, perc
Das Programm:
musique funèbre Witold Lutoslawski 1954-58
Wüstenbuch / 4 Szenen Beat Furrer 2010
Natura renovatur Giacinto Scelsi 1967
Konstellationen Roman Haubenstock-Ramati 1960
Einer der großen Utopisten
der zeitgenössischen Musik und Meister der Zwischentöne und Klangräume ist ohne Zweifel der Komponist und Tonkünstler Beat Furrer, den wir bei diesem Konzert in einem ungewohnten Kontext zeigen.
In seinen Werken lenkt er die Aufmerksamkeit auf alles, was durch das Hören in unser Bewusstsein dringt und formt so einen eigenen musikalischen Kosmos der Poesie, ein Bewusstsein für die feinen Zwischentöne, die den Zauber der Stille erkennen lassen und so Perspektiven zugunsten der Annäherung an Unerhörtes oder Unerlebtes in Frage stellt.
Mit dieser Arbeit, die die Improvisation und Neue Musik in Verbindung bringt, setzt er sich der Diskussion aus und ermöglicht dem Publikum ein Verständnis der aktuellen Realität, das weit über musikalisches Erleben hinausgeht: seine Kunst unterstützt die Empathie nicht weniger als das Denken und fordert eine kritisch offene Haltung dem Neuen gegenüber.
Beat Furrer erarbeitet mit dem Münchener Kammerorchester und den improvisierenden Solisten, dem Klarinettisten Frank Gratkowski, Franz Hautzinger an der Vierteltrompete und Christian Lillinger an der Percussion die freien Passagen in den ‚Konstellationen‘ Roman Haubenstock-Ramatis, der „variable Musik“ bzw „Mobiles“, bei der die musikalische Struktur im Ermessen der Interpreten deutlich verändert werden kann, bewusst in seinem Werk vorsieht.
Aus Beat Furrers ¸Wüstenbuch‘, erst 2010 uraufgeführt, eine der „stimmigsten und schönsten Klangreisen“, dessen Libretto auf altägyptischen Papyri, Ingeborg Bachmanns „Todesarten“-Zyklus und Texten von Händl Klaus beruht und Gefühle von „Grenzerfahrung, Fremdheit, Verlorenheit“ evoziert, werden vier Szenen zu hören sein.
Beide Programmteile zeigen die Möglichkeiten der Improvisation im Kontext zur Neuen Musik, Innovationsbestrebungen und Wandlungen auch in Kontrast zu der Musik von vertrauten und dennoch außergewöhnlichen Protagonisten des zwanzigsten Jahrhunderts wie Witold Lutoslawski und Giacinto Scelsi, deren Formensprache nicht zuletzt den Nährboden und die Grundlage für die Auseinandersetzung mit der Moderne ermöglicht und in der Reflektion die künstlerische und persönliche Freiheit, die wir uns für unsere Gegenwart wünschen.
Mit freundlicher Unterstützung der
Ernst von Siemens Musikstiftung

Gefördert durch das Österreichische Generalkonsulat München

 

 

 

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FREITAG 1. APRIL

Glyptothek
18:00 Bruno Chevillon
Pier Paolo Pasolini
Ou la rage sublime
Bruno Chevillon, b, voice
Bruno Chevillon,
gilt bereits seit vielen Jahren als einer der Großen seiner Generation, der sich vor allem in der Umsetzung von musikalischen Projekten für Tanz, Film oder Theater profiliert hat.
Chevillon studierte zunächst an der Kunsthochschule in Avignon Bildhauerei bevor er sich der zeitgenössischen Musik zuwandte und mit zahlreichen Größen des Jazz aber auch der Neuen Musik arbeitete. Stellvertretend für die Bandbreite seien hier Louis Sclavis, das Arditti–Quartett und Michel Portal genannt oder auch Aufführungen der Musik von Giacinto Scelsi.
Die Hommage auf Pier Paolo Pasolini,
„P. P. P. ou la rage sublime“ für Solokontrabass und Gesang führt Chevillon solo, als Kontrabassist, Sänger und Rezitator auf.
Bruno Chevillon geht es nicht um vordergründiges Verstehen, sondern um ein Nachbilden, eine Steigerung der Formulierungskunst Pasolinis. Er spürt den lyrischen Anfängen des späteren Filmemachers nach, zerlegt die Texte, rezitiert in kurzen Sinn- und Lauteinheiten – Kontrabass und Effektgeräte dienen dabei gleichsam als Sezierbesteck – und lässt durch die ungewöhnliche Form des Herantastens an seine Poesie den Zeitkritiker Pasolini authentisch präsent erscheinen.

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FREITAG 1. APRIL

Muffathalle Doppelkonzert
20:30 Bojan Z
Solosession
Bojan Zulfikarpasic, piano
Der serbische Pianist
Bojan Z, seit 20 Jahren wohnhaft in Frankreich, ist einer der herausragenden Musiker seiner Generation und ein großer Vertreter des europäischen Jazz.
Dass Bojan Z sich in der Spitzengruppe der internationalen Pianisten festgesetzt hat, verdankt er zum Gutteil seiner unersättlichen Neugier auf alle Formen der Musik, von der Volksmusik des Balkans, mit der er aufgewachsen ist, bis zur angelsächsischen Pop-Musik der 50 letzten Jahre. So unterschiedlich die Einflüsse sein mögen, sie sind gründlich verdaut und organisch integriert in zahlreichen Projekten.
Bojan Zulfikarpasic, der Tastenmagier, ist vor allem ein Denker, ein Kreativer und kein handwerklicher Blender. Seine Virtuosität an den Tasten und im Flügel (wo er mit einer erstaunlichen Treffsicherheit die Saiten zupft), erlaubt ihm die Umsetzung all seiner Ideen, steht aber immer im Dienst der musikalischen Aussage. Diese Tiefsinnigkeit, verbunden mit einem ausgeprägten Sinn für Humor und Poesie, überzeugt. Bojan Z darf als einer gelten, der all die Qualitäten, die den Jazz so attraktiv und lebendig machen, in hohem Masse besitzt - als ein kompromissloser Künstler, dem man stundenlang mit Gewinn zuhören kann, denn er erzählt Geschichten: nachdenklich und kapriziös, besinnlich und frech, und immer prall voll Leben.

Renaud Garcia-Fons – Lotte Reiniger
Die Abenteuer des Prinzen Achmed –
Ein Scherenschnittfilm mit Musik von
Renaud Garcia-Fons
Renaud Garcia-Fons, b
Henri Tournier, fl
Bruno Caillat, perc
Claire Antonini, Laute, Târ
David Venitucci, acc
Der poetische Scherenschnittfilm
„Prinz Achmed“ gilt als erster abendfüllender Trickfilm der Filmgeschichte und hat seit seiner Restaurierung weltweit ein begeistertes Publikum gefunden, das die Aufführung nicht selten mit stehenden Ovationen feierte. Für die Neuvertonung wurde nun mit Renaud Garcia-Fons ein Musiker gewählt, dessen Kompositionsstil dem orientalischen Thema des Films in kongenialer Weise entgegenkommt.
Lotte Reiniger (1899–1981) gilt als virtuose Scherenschnittkünstlerin, die das Medium zu einem bis dahin nicht gekannten Höhepunkt entwickelte, als erfindungsreiche und phantasievolle Schattenspielerin sowie als Filmpionierin. Sie praktizierte von Jugend an die Kunst des Scherenschnitts und wurde mit ihren Silhouettenfilmen weltweit bekannt. Vor allem „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, der zwischen 1923 und 1926 als erster abendfüllender Animationsfilm der Geschichte produziert wurde, machte Lotte Reiniger berühmt.
„Ich habe die verschiedensten Arten von Musik studiert, und meine Ausbildung fiel ein bisschen aus dem Rahmen: Klassik, Jazz, orientalische Musik. Das bewirkte, dass ich mich heute auf ganz unterschiedlichen Terrains bewege, auch wenn es eine kontinuierliche Entwicklung gibt.
So beschreibt sich der französische Bassist Renaud Garcia-Fons mit den katalanischen Wurzeln, seine Musik und seine einzigartige Spielweise. Doch die Trickkiste des Klangmagiers hält noch mehr bereit: eine 5te, hohe Saite. Die montiert Garcia-Fons Mitte der 80er auf seine Standgeige und verwandelt den Bass damit in ein ausgewachsenes Soloinstrument. Diese Innovation machte ihn berühmt und bringt ihm bis heute den Beinamen „Paganini des Kontrabasses“ ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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SAMSTAG 2. APRIL

Schwere Reiter
18:00 Gunter Hampel European Quartet
Transparent
Gunter Hampel, vib, cl
Johannes Schleiermacher, sax
Andreas Lang, b
Bernd Oezsevim, dr

Gunter Hampel zählt
zu den Pionieren des europäischen Free Jazz. Aber bereits in den wilden Free Jazz Jahren, den 1960igern, fällt er in der westdeutschen Szene aus dem Rahmen und versucht eine eigenständige Form des deutschen und europäischen Jazz zu finden.
Er wurde 1937 in Göttingen geboren. Er beherrscht nicht nur Saxophon, Flöte, Bassklarinette und Klavier, sondern gilt unter internationalen Jazz-Kritikern als einer der zehn besten Vibraphonisten weltweit.
Über seine künstlerische Arbeit hinaus hat sich Hampel in der musikalischen Bildung und Erziehung einen Namen gemacht. Bereits 1972 entstand ein didaktisches Konzept im Auftrag der deutschen Bundesregierung – Hampel führt es bis heute in Eigeninitiative weiter. Seit Beginn ist es ihm ein wichtiges Anliegen, Kinder und Jugendliche an kreative Prozesse heranzuführen und so für den Jazz zu begeistern.
Der Schritt über musikalische Grenzen hinweg ist ein wesentlicher Teil von Hampels künstlerischem Schaffen. Filmmusiken entstanden genauso wie Bühnenmusiken. Hampel war auch an der Aufführung von Kompositionen Neuer Musik beteiligt, unter anderen in Zusammenarbeit mit Hans Werner Henze und Krzysztof Penderecki. Hampel betreibt mit „birth records“ sein eigenes Plattenlabel, um für seine Produktionen jenseits kommerziellen Drucks kreative Freiräume zu schaffen.
Für sein Lebenswerk erhielt er 2007 den Deutschen Jazzpreis sowie 2009 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

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SAMSTAG 2. APRIL

Muffathalle Doppelkonzert
20:30 Frith–Sclavis–Drouet
I dream of you, jumping
Fred Frith, g, elec
Louis Sclavis, cl
Jean Pierre Drouet, perc

Ein Highlight des Festivals
ist dieses gemeinsame Projekt von zwei Größen des zeitgenössischen Jazz und einem bedeutenden Interpreten der Neuen Musik.
Fred Frith (siehe 28. März) und Louis Sclavis, Klarinettist, Saxophonist und Komponist, gehören zu den wichtigsten europäischen Instrumentalisten des Avantgarde-Jazz. Seit den 1980iger Jahren ist Louis Sclavis einer der Kristallisationspunkte der französischen Jazz szene, gemeinsam mit so namhaften Künstlern wie Bruno Chevillon, Marc Ducret, Michel Portal, Yves Robert, Michel Godard, Dominique Pifarély oder Jean-Louis Matinier.
Louis Sclavis wurde vielfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet u.a. erhielt er den Prix Django Reinhardt, den British Jazz Award und den Nationalen Musikpreis des französischen Kulturministeriums. Er war in den vergangenen Jahren Gast bei jazz lines, mit unterschiedlichsten Arbeiten und immer wieder spannend.
Jean Pierre Drouet gilt als einer der wichtigsten französischen Perkussionisten in der Neuen Musik. Er studierte er bei René Leibowitz, Jean Barraqué und André Hodeir. In Indien erlernte er außereuropäische Schlaginstrumente wie die Tabla.
Seit den 1960er Jahren war er an Uraufführungen zahlreicher zeitgenössischer Werke von Berio, Karlheinz Stockhausen, Iannis Xenakis oder Mauricio Kagel beteiligt. Gemeinsam mit Vinko Globokar, Carlos Roqué Alsina und Michel Portal gehörte er von 1969 bis 1982 zu der Improvisationsgruppe New Phonic Art, die wesentlich zur Entwicklung Neuer Improvisationsmusik beigetragen hat.

Kimmo Pohjonen & Juuso Hannukainen
Kluster
Kimmo Pohjonen, acc
Juuso Hannukainen, samples
Der finnische Akkordeonist
Kimmo Pohjonen zeigt, dass seine Musik nicht nur ein Abenteuer für die Ohren ist. Performance mit Lightshow, Dampfnebel, Samplings - live - und heftiger Attitüde bescheren dem Künstler Preise und massiven Beifall.
Von seinen finnischen Kollegen wird Kimmo Pohjonen ehrfürchtig geschätzt, denn niemand unter ihnen hat den Mut zu so viel Experiment. Mit Kluster treibt Kimmo seine Hardcore-Liebe zu Knöpfen, Tasten und Balg auf die Spitze: Mit Hilfe des Sample-Architekten Samuli Kosminen mutiert die Quetschkommode zu einer monströsen, schnarchenden Bestie, liefert durch Schichtungen der Mechanikgeräusche einen Irrgarten aus Klickern, Tappen und Blubbern und legt mit farzenden und keckernden Rhythmen die Basis für Melodien voller Dramatik. Die klingen mal nach russischer Melancholie, dann wieder nach balkanisch-orientalischer Krumm-Metrik oder auch schlicht nach repetitivem Pop. Und das Kunststück dabei: An keiner Stelle dominiert ein prätentiöses Konstrukt. Mit unmerklichem Flow sind die Stücke in einem spannenden Bogen verknüpft.
In typisch finnischer Respektlosigkeit macht Kimmo Pohjonen mit seinem Akkordeon was so noch niemand wagte: Sein Instrument jault, quäkt, kreischt und schluchzt. Nur gelegentlich gönnt er dem Hörer dann ein paar melodische Takte, aber die reißen dann umso mehr mit. Klar, solche Experimentalmusik muss man mögen, aber wer das Projekt mit offenen Ohren angeht, wird einige Ohrwürmer finden - und zwar solche von der spröderen Art, die einem erst beim dritten oder vierten Mal einschlagen, dann aber umso nachhaltiger.
Sein musikalisches Repertoire umfasst die Bandbreite unterschiedlicher Stilrichtungen wie Volksmusik, Klassik, Rock und Improvisation.
Gefördert durch die Botschaft von Finnland

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SONNTAG 3. APRIL

Ampere
11:00 Thomas Bernhard
Musikalische Lesung– Meine Preise
Karl Ritter. git
Stefan Merki, voice
Thomas Bernhard hat „Meine Preise“
1980 fertig gestellt, zu Lebzeiten aber nie publiziert. Zornig Rückschau haltend, zieht Bernhard darin eine Bilanz der ihm verliehenen Literaturpreise. Detailliert schildert der begnadete Satiriker die Tragödien, zu denen sich die Überreichung seiner Literaturpreise jeweils entwickelte.
Das Bild, das er vom Preisempfänger entwirft, ist natürlich ein durch und durch „bernhardeskes“, das ihn als widerwilliges Opfer ignoranter Amtsträger und stumpfsinniger Bürokraten zeigt, deren ungehörigen Zugriff er bloß erträgt, weil er das Preisgeld dringend braucht. Für diese Schmach „revanchiert“ er sich nachträglich mit allen Sprachmitteln, die ihm zu Gebote stehen, und so wird geschimpft, zugespitzt, übertrieben, im Kreis geredet, was das Zeug hält und wie mans von Bernhard gewohnt ist. Gemessen freilich an seinen anderen autobiographischen Arbeiten nimmt sich „Meine Preise“ entspannt, duftig, leicht und auf ironische Weise selbstreferentiell aus.
Karl Ritter, der Kosmopolit eigener Prägung, der mit splittrigen, obertonreich verzerrten Gitarrensounds neue Klangwelten erschließt und der die elektronische Musik mit der rohen Energie von Rock und Noise kurzzuschließen trachtet, hat zu „Meine Preise“ die Musik komponiert. Karl Ritter ist als Gitarrist ein absoluter Solitär. Dabei sind es oft die Noten, die er nicht spielt, die seine Stücke so faszinierend machen. Sein Mut zur Reduktion, egal ob kraftvoll oder zerbrechlich zart, zur Pause, die uns gerade zum Hinhören zwingt.
Stefan Merki von den Münchner Kammerspielen, der sensible, wandelbare, wunderbare Schauspieler liest.
Live-Mitschnitt Bayern 2.
Gefördert durch das Österreichische Generalkonsulat München

 

 

 

 

 

 

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SONNTAG 3. APRIL

Muffathalle
18:00 Das Kapital plays Hanns Eisler
Ballads & Barricades
Edward Perraud, dr
Hasse Poulsen, g
Daniel Erdmann, sax
Der Komponist Hanns Eisler,
wurde bekannt durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Bertold Brecht. Viele seiner Stücke sind im Exil entstanden, einige auf der Flucht durch Europa, weitere dann in Hollywood. In der DDR wurde Eisler offizieller Staatskomponist. Aus dieser Zeit stammen dann auch diese optimistisch-utopistischen Propagandalieder, die sich „Das Kapital“ vorgenommen hat.
Das Trio wurde 2002 gegründet und spielte bei Festivals wie Banlieues Bleues, Jazz à Mulhouse, oder dem Taktlosfestival Zürich. Neben den Trioaktivitäten gibt es auch Wonderland, ein Musik/Film-Projekt mit Nicolas Humbert und Martin Otter.
Der dänische Gitarrist Hasse Poulsen war auch beim letzten jazz lines Festival mit Louis Sclavis’ Napolis Walls zu hören, Edward Perraud spielt u.a. mit Yves Robert und Syvain Kassap und Daniel Erdmann mit seiner Band Erdmann 3000.
“Ein immer wiederkehrender Glückszustand. Bei welchem man sich denken kann das er aus einem langen gemeinsamen Arbeitsprozess kommt von dem wir gerne das Geheimnis kennen würden. Es ist selten eine solch erfolgreiche Allianz von populärem und wissendem zu hören, zwischen “instant composing” und geschriebenem.”
Philippe Meziat, JAZZ MAGAZINE

 

 

 

 

 

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SONNTAG 3. APRIL

Muffathalle Doppelkonzert
20:30 Django Bates Trio
Beloved Bird
Django Bates, p
Petter Eldh, b
Peter Bruun, dr
"Das „Beloved Bird“-Projekt versucht zu imaginieren, wie der Altsaxophonist heute wohl vielleicht spielen würde. Bates erinnert sich noch gut, wie er als Zwölfjähriger Parkers rasende Bebop-Girlanden aus einer auf 16 Umdrehungen pro Minute herunter gedrehten 78er-Kollektion herauszuhören versuchte und trotzdem ständig die Nadel aus der Rille reißen musste. So klingt es auch heute noch ein wenig. Ein unaufhörliches Beschleunigen und Verlangsamen der Motivströme findet hier statt. Selbst wo Parkers bekannteste Themen aufblitzen, ist nichts auf Wiedererkennbarkeit angelegt.
Zwischen plötzlichen Taktwechseln meint man, mit diesem Bird ein in der totalen Improvisation zerrupftes Federvieh vor sich zu haben und hat doch mit einer in kleinste Einheiten zerlegten Musik zu tun, in der impressionistischer Morgentau und und expressionistische Clusterschwärze friedlich miteinander leben. Django Bates stellt „Games with Charlie Parker“ an, um an den Punkt zurückzukehren, an dem auch dessen Musik ihren Ausgang nahm. Mit diesem Trio hat er ihn gefunden.”
Tagesspiegel, 09.11.2010, Gregor Dotzauer

Trygve Seim Ensemble
Sangam
Arve Henriksen, tp
Trygve Seim, sax
Tora Augestad, voc
Torben Snekkestad, bsax, bcl
Havard Lund, cl
Embrik Snerte, bassoon
Oyvind Braekke, tb
Lars Andreas Haug, tuba
Kristine Martens, cello
Frode Haltli, acc
Per Oddvar Johansen,dr
Trygve Seim gehört
zu den wichtigsten Künstlern der neuen norwegischen Musik. Früh durch die Musik Jan Garbareks und Edward Vesalas beeinflußt, konnte man ihn schon in den verschiedensten musikalischen Kontexten erleben u.a. in der gefeierten Band des französischen Schlagzeugers Manu Katché.
Bekannt wurde er allerdings europaweit durch die Aufnahmen, die er unter seinem eigenen Namen machte. Dabei setzte er sich schnell über die konventionellen Definitionen des Jazz hinweg. Spürbare Einflüsse sind etwa die Musik Asiens, des Mittleren Ostens und Osteuropas sowie die Klänge von Instrumenten wie dem armenischen Duduk, der japanischen Shakuhachi- und der indischen Bansuri-Flöte.
„In der Ruhe liegt nicht nur die Kraft, sondern bisweilen ein ungemeiner Zauber. Vorausgesetzt, man weiß damit umzugehen. Wenn man sich beispielsweise wie der norwegische Saxophonist Trygve Seim an die impressionistischen Möglichkeiten einer nahezu von Bläsern dominierten Band erinnert, mit der Gil Evans die symphonischen Jazz-Dimensionen unnachahmlich bestimmte - dann zeugt das nicht nur von viel Geschmack: Seim ist zudem in der Lage, mit seinen ganz eigenen JazzPhantasien diese hohe Kunst des Ensemblespiels geradezu zu erneuern. Dazu gehen ihm und seiner durchweg edel besetzten Band auch die subversiven Rock-Rhythmen allzu elegant von der Hand, nehmen die Bläser-Tutti eine vertraute Haltung an, hinter der sich stets Farben, Formen und Spannungen ausbreiten, an denen man sich nicht satt hören will.“
„Er zählt zu den spannendsten jungen Musikern Skandinaviens. Mit eigenständigem, gehauchtem Sound gestaltet der Saxofonist und Komponist Trygve Seim seine Klangräume zwischen zeitgenössischer Improvisation, Kammerjazz und Folklore. „Sangam“ ist ein Orchester-Essay in neun Kapiteln, der Blech- und Streicherfarben, ergänzt durch Akkordeon und Schlagzeug, harmonisch und melodisch auskostet - eine subtile, elegische, teils melancholische Traummusik.“ stereoplay 12/04
Gefördert durch das Kgl. Norwegische Konsulat und Bayerngas GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Karten & Vorverkauf

 

Eintritt 35 / 25 / 15 € (zuzügl. VVK-Gebühr)
Tageskarten 50 / 40 / 30 €
Filmportäts 5 € (nur an der Abendkasse)

Karten über München Ticket 0180 54 81 81 81
und an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Online-Verkauf www.muenchenticket.de

 

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Spielorte / Verkehrsanbindung

 

Münchner Volkstheater
Brienner Straße 50
U 1 Stiglmeier Platz
Tram 20, 21

Schwere Reiter
Dachauer Straße 114
Tram 12, 20, 21,
Bus 53 Leonrodplatz

Allerheiligen Hofkirche
Marstallplatz (Residenz Rückseite)
U 4 + 5 Odeonsplatz
Tram 19 Nationaltheater

Muffathalle / Ampere
Zellstraße 4
S-Bahn Isartor oder Rosenheimplatz
Tram 18 Deutsches Museum

Giesinger Bahnhof
Giesinger Bahnhofplatz 1
S 3 +7 + U 2 + 8
Bus 54, 139, 44, 220

Kulturpavillon Romanplatz
Arnulfstraße 294
Tram 17, 12
Bus 51, 151 Romanplatz

 

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Impressum

Kulturkontor
Wendl-Dietrich-Straße 8
80634 München
jd@kulturkontor.org

Verantwortlich: Josef Dachsel
Webmaster: Uli Armbruster

Rechtliche Hinweise

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Das Festival für Neue und improvisierte Musik jazz lines 2011 wird veranstaltet von Kulturkontor in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes


Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers
Künstlerisches Konzept Annelie Knoblauch
Gesamtleitung Josef Dachsel
Öffentlichkeitsarbeit Claudia Streit
Medienpartner Bayern 2
Webdesign, Künstlerbetreuung Uli Armbruster
Tontechnik Matthias Reisinger
Grafik Günter Mattei

Programmänderungen vorbehalten.
www.jazzlines.de

 

 

Wir danken

Marc Barschwisch
Hadumod Bußmann
Marianne Breuninger
Anselm Cybinski

Volker Dueck
Anke Ehlers
Florian Ganslmeier
Jürgen Hasert
Dieter Heß
Franz Holzer
Hagen Kling
Heike Lies
Torsten Maß
Lutz Nitsche
Bert Noglik
Eva-Maria Prochazka
Christine Schreiner
Oskar Riha
Awerianos Rizos

Die Konzertflügel werden vom Steinway-Haus München zur Verfügung gestellt.

 

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